Zustellung des Manifests an BM J. Pröll und LH E. Pröll
An
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
Landhausplatz 1
3108 St. Pölten
und
Bundesminister
DI. Josef Pröll
Stubenring 1
1010 Wien
Sowie in Kopie an ausgewählte Vertreter der Presse
Betreff:
Überreichung des "Klosterneuburger Manifests für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt" mit einer Liste von über 1000 UnterzeichnerInnen.
S.
g. Herr Landeshauptmann,
S. g. Herr Bundesminister,
Anlässlich
einer Versammlung Juni dieses Jahres, bei der renommierte Vertreter
des Österreichischen Umweltschutzes, wie Gen. Dir. Prof. Dr.
Bernd Lötsch, Univ. Doz. Dr. Peter Weish und Univ. Prof. DI Dr.
Hermann Knoflacher das Wort ergriffen haben, wurde seitens der
Bürgerinitiative und Gemeinderatsfraktion Plattform Unser
Klosterneuburg (PUK) den Teilnehmern ein Manifest vorgestellt, in dem
zentrale Grundsatzforderungen an die Verantwortlichen der
Österreichischen Politik gestellt werden. Dieses Manifest wurde
auch auf unserer Homepage veröffentlicht und zur persönlichen
und elektronischen Unterzeichnung
aufgelegt
(http://unser-klosterneuburg.org/archiv/aktivitaeten/manifest_entry).
Wir haben nun etwas über 1000 Unterschriften gesammelt und hatten uns seit Anfang Juli bemüht, von Ihren Büros einen Termin zur persönlichen Übergabe des Dokuments und der Unterschriftenliste zu erhalten. Nach über 1½ Monaten Vertröstungen bzw. dezidierter Ablehnung nehmen wir zur Kenntnis, dass ein Ressortminister und ein Landeshauptmann für dringende Anliegen von besorgten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern persönlich keine Zeit finden, was umso befremdlicher ist, als in Vorwahlzeiten allgemein Bürgernähe demonstriert wird.
Wir können nicht umhin, unserer Enttäuschung über diese Haltung Ausdruck zu verleihen. Wir haben uns schon besser behandelt gefühlt, so z. B. anlässlich der Übergabe einer Parlamentarischen Petition mit 600 Unterschriften, die Präsident Khol persönlich entgegennahm.
Und so haben wir uns entschlossen, Ihnen dieses Dokument und die Unterschriften in Form eines offenen Briefes per Post zukommen zu lassen.
Wir glauben weiterhin, dass nur ein breiter und offener Dialog über die brennenden Probleme der Wirtschaftsentwicklung, des Infrastrukturausbaus und des Umweltschutzes verhindern wird, dass ein konfrontatives Klima und eine Verhärtung der Fronten, an der wohl niemandem etwas liegen kann, entsteht.
Eine Ausgrenzung von BürgerInnen, die sich in die eigenen Angelegenheiten mischen, kann jedenfalls unsererseits nur als kontraproduktiv angesehen werden und wird der Politikerverdrossenheit der ÖsterreicherInnen weiter Vorschub leisten.
Wir werden jedenfalls Ihre Rückäußerung vollinhaltlich auf unsere Homepage stellen, um den UnterzeichnerInnen ebenfalls die Möglichkeit zu geben, Ihre Antworten zu lesen.
In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,
Dr. Bernd Schweeger
Beilagen:
Manifest
Liste von knapp über 100O UnterzeichnerInnen