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Reaktion auf Pröll-Brief

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Sg. Herr Landeshauptmann!

Herzlichen Dank für ihren Brief vom Juli 2006 (NÖ-News 61/06).

Als Bewohner Klosterneuburgs freue ich mich, wenn über die Verkehrsprobleme in unserer Stadt nachgedacht wird und ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Lösungen angestrebt werden.
Ich kann allerdings ihre Euphorie bezüglich der begonnen Umfahrung leider nicht teilen.
Sie schreiben von einer Entlastung des Stadtzentrums bis zu 25.000 Autos pro Tag.
Wo aber bitte sollen die denn hinfahren?

Die Umfahrung wird 2008 an der Straße Richtung Kritzendorf enden.
Alle jene, die Richtung Gugging fahren möchten, müssten wieder zurück ins Stadtzentrum fahren, werden also tunlichst gleich den bisher gewohnten Weg nehmen.
All jene, die Richtung Tulln weiter wollen, können sich dann überlegen, ob sie durch die engen Gassen von Kritzendorf, Höflein, Altenberg, Greifenstein und Wördern fahren wollen, oder auch wieder den altgewohnten Weg durch das Zentrum und über Gugging.
Ich stelle mir schon lebhaft vor, wie sich täglich bis zu 25.000 Fahrzeuge durch zum Teil nur über eine einzige(!) Straßenspur befahrbare Straßenstücke (Kritzendorf, Höflein, Greifenstein) schlängeln.
Abgesehen von einer Mehrbelastung (Lärm und Dreck) in diesen Ortsteilen kann auf keinen Fall von einer Verbesserung der Verkehrssicherheit, wie sie dies in ihrem Brief tun, die Rede sein.
Bestenfalls kann man also von einer Verlagerung der bisherigen Probleme sprechen. Lösungen sehe ich weit und breit keine.

Ich ersuche sie deshalb, sich in hinkunft nicht an solch fadenscheinigen Argumentationslinien, wie sie uns seit Jahren vor Ort geboten werden, zu beteiligen. Das schadet eindeutig ihrem Ruf!

Sommerliche Grüße
im Namen gesamten Familie

DB (Name der Redaktion bekannt)

Last modified 2006-07-25 09:44 AM
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