Reaktion auf Pröll-Brief von Dipl. Päd. Ilse M. Seifried
Ihr
Schreiben vom Juli 2006 habe ich gelesen, da ich einige Bekannte in
Klosterneuburg habe, und oft vor allem am Wochenende und im Sommer
nach Klosterneuburg fahre.
Hier
meine Antwort:
Meiner
Ansicht nach ist dieses Straßenprojekt verkehrstechnisch nicht
sinnvoll und stellt ein gravierendes ökologisches Problem dar.
Ausserdem wurde es bedauerlicherweise über die Köpfe der Betroffenen entschieden, es gab meines Wissens keine Bürgerbeteiligung!
Meine Ablehnungsgründe
Diese Straße ist keine wirkliche Umfahrungsstraße, sondern einfach eine zusätzliche Belastungsstraße durch das Ortsgebiet, die vermutlich viel zusätzlichen Autoverkehr nach Klosterneuburg lotsen wird, und die den Verkehr innerhalb des Ortsgebietes umverteilt, aber nicht vermeidet.
Die Lebensqualität der Klosterneuburger/innen und der Wochenendbesucher/innen wird sich durch die Straße massiv verschlechtern: es wird mehr Lärm, mehr Staub und noch weniger Sauerstoff geben. Und der Stau wird vermutlich bereits nach kurzer Zeit genauso groß sein wie jetzt.
Die Kastanienallee und die vielen Au-Bäume, die für diese Straße geopfert werden, sind wichtige Sauerstofflieferanten für Klosterneuburg und Umgebung.
Vielleicht kennen Sie den Spruch: „Erst wenn der letzte Baum gefällt ist, werdet ihr erkennen, dass man Straßen und Geld nicht essen kann“.
Ich ersuche Sie daher, dieses zerstörerische Projekt zu stoppen und das Geld statt dessen in den Ausbau der öffentllichen Verkehrsmittel zu stecken, z.B. in die Verlängerung der Wiener U-Bahn bis Klosterneuburg oder Tulln!
Mit
besorgten Grüßen
Ilse M Seifried Wien, 18.7.2006