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Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

Reaktion auf Pröll-Brief von Dr. Marianne Breiter

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Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!

Ihr Schreiben habe ich erhalten, und ich möchte Ihnen darauf antworten, dass meiner Ansicht nach dieses Straßenprojekt weder verkehrstechnisch sinnvoll noch ökologisch verträglich ist.

Denn:

  • Diese Straße ist keine wirkliche Umfahrungsstraße, sondern eine zusätzliche Schnellstraße, die nach Meinung maßgeblicher ExpertInnen sehr viel zusätzlichen Autoverkehr nach Klosterneuburg bringen wird.

  • Die Straße bringt also keinerlei zusätzliche Lebensqualität für Klosterneuburg, im Gegenteil – Gesundheit und Lebensqualität der BürgerInnen werden dem Autoverkehr geopfert:

    • Zwar werden die Bewohner einiger Straßen etwas entlastet, aber dafür diejenigen anderer Straßen massiv belastet- es findet also nur eine Verschiebung der Hauptverkehrsroute statt. Aber insgesamt wird es durch das vermehrte Verkehrsaufkommen mehr Feinstaub, mehr Lärm, mehr Umweltbelastung in Klosterneuburg geben.

    • Zahlreiche Au-Bäume und die gesamte Kastanienallee zwischen Weidling und Kierling werden diesem zerstörerischen Projekt zum Opfer fallen – und das, obwohl die Klosterneuburger Au Natura-2000-Gebiet ist und Bäume in Stadtnähe ein besonders wichtiges Sauerstoff-Reservoir sind.

    • Der Donauradweg wird zum unattraktiven Schnellstraßen-Anhängsel – statt dass er ausgebaut und verbessert wird.

Die Erreichbarkeit von Gugging mittels Privat-Auto wird kaum verbessert- viel wichtiger wäre es, statt der Straße eine bessere Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu schaffen.

Die längst notwendige Anbindung des Gewerbegebietes ist das einzige positive Faktum, allerdings wäre es nach Meinung etwa von Hr. Dr. Knoflacher besser gewesen, sie an einer anderen Stelle zu bauen, wo nicht so viele Anrainer dadurch belastet worden wären.

70 Millionen sind viel Geld! Auch wenn die Projektplanung schon weit fortgeschritten ist, ist es noch nicht zu spät! Denn gerade in Niederösterreich sind schon einige Wunder geschehen - auch Zwentendorf ging nicht in Betrieb, und Hainburg ist nun ein Nationalpark….

Ich ersuche Sie daher im Namen zahlreicher KlosterneuburgerInnen, den Bau dieser Zusatz-Straße zu stoppen, denn das Geld dafür kann wesentlich sinnvoller angelegt werden- vor allem in sozial und ökologisch verträglichen Verkehrslösungen durch den Ausbau von Bahn, Bus und Radwegen.

Mit besorgten Grüßen

M. Breiter

Last modified 2006-07-16 02:47 PM
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