Ein Beispiel moderner Form aktiver BürgerInnenbeteiligung und Entscheidungsfindung
"Selbstverwaltete Volksbefragung zur Verkehrszukunft im Pustertal" erhält von der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA im Rahmen des Wettbewerbs "Zukunft in den Alpen" den ersten Preis in der Kategorie "Neue Formen der Entscheidungsfindung"!
Unter 39 in dieser Kategorie eingereichten Projekten wurde die "Selbstverwaltete Volksbefragung zur Verkehrszukunft im Pustertal" als hervorragendes Beispiel einer neuen Form der Entscheidungsfindung ausgezeichnet, die geeignet ist, eine nachhaltige, das heißt sozial- und umweltverträgliche Entwicklung im Alpenraum voranzubringen.
Insgesamt sind in sechs Kategorien 570 Projekte aus acht Alpenländern eingereicht worden.
Die Preisträger sind die Initiative für mehr Demokratie als Ideatorin dieser Form der politischen Mitbestimmung, als Initiatorin, Beraterin und das Projekt beim Wettbewerb einreichende Organisation gemeinsam mit den sieben Promotoren
Gerhard Elzenbaumer / Bruneck, Hans Peter Niederkofler / Bruneck, Claudia Plaikner / Olang, Toni Steinhauser / Vintl, Lucio Tarini / Innichen, Roman Zanon / Brixen
den unterstützenden Organisationen im Pustertal - Bürgerforum Bruneck, Plattform Pro Pustertal, Heimatpflegeverband, Umweltschutzgruppe Vintl, die Gewerkschaften AGB / CGIL Pustertal, ASBG
Pustertal und SGB/CISL Eisack-Rienz, Dachverband f. Natur- u. Umweltschutz, KVW Bezirk Pustertal, Verein für Kultur und Heimatpflege, Familienverband Bezirk Pustertal, Südtiroler Jugendring, AVS Sektion Brixen
den 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Volksbefragung selbst ermöglicht haben sowie letztlich mit allen Menschen in Südtirol, die an diese neuen Formen der selbstbestimmten Politik von unten glauben.
Besonders wertvoll ist der Preis, weil er klar macht, dass es für eine wirklich zukunftsfähige Entwicklung der direkten politischen Mitbestimmung aller Bürgerinnen und Bürger bedarf.
Das Preisgeld von 25.000 Euro ist in einer Vereinbarung mit der CIPRA zweckgebunden an eine Zuendeführung des Projektes. Sie wird darin bestehen, das "Ereignis Volksbefragung" in seinem gesellschaftlichen Wert und in seiner Bedeutung aufzuarbeiten und wach zu halten, mit Aktionen die Umsetzung des mit der Volksbefragung deutlich gewordenen Willens der Bevölkerung zur Verkehrspolitik im Pustertal einzufordern und mit weiteren Initiativen eine verbesserte Anwendbarkeit direktdemokratischer Instrumente gesetzlich zu verankern (insbesondere des prämierten Modells "Volksbefragung über verschiedene Optionen") sowie, eventuell, zur Starthilfe für eine zweite selbstverwaltete Volksbefragung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
Stephan Lausch
/(Koordinator der Initiative)/
Nähere Informationen finden sich unter http://www.qnex.it/ppp/doc/plattformpropustertal.htm