PUK verurteilt Raubbau an Klosterneuburger Baumbestand
Die
PUK ist erschüttert über die Leichtfertigkeit, mit der
Bäume im Gemeindegebiet von Klosterneuburg für
Verkehrszwecke geopfert werden. Trotz gegenteiliger Versprechen
seitens Stadtrat Preisl sind mindestens 16 gesunde, ausgewachsene
Pappeln vor wenigen Tagen der Kettensäge zum Opfer gefallen, um
ein kurzes Stück Radweg zwischen der Brücke beim Kierlinger
Bahnhof und dem Happyland-Parkplatz auf einem eigenen Damm zu
ermöglichen.
Selbst die Amtssachverständige für Naturschutz des Landes NÖ hatte anlässlich des Bewilligungsverfahrens für die „Umfahrungsstraße“ die Nutzung dieser Fläche für einen Parkplatz aus Sicht des Naturschutzes „entschieden abgelehnt“. Was macht Klosterneuburg, nachdem der Bau eines Pendlerparkplatzes neben dem Kinderspielplatz abgewendet worden war?! Es versiegelt ebendiese Fläche!!!
Sind denn alle Verantwortlichen mit Blindheit geschlagen?
Sind „Auwaldpufferstreifen“ in den Augen von Politikern wie Kakerlaken, die man zertritt, während man wegsieht?
Nicht dass die PUK gegen Radwege wäre! Wir sind die vehementesten Befürworter eines umfassenden Radwegenetzes für Klosterneuburg. Wenn man sich jedoch die örtliche Situation vor Augen führt, ist die Erschließungsstraße „An der Donau-Au“ für die Freizeiteinrichtungen (Happyland und Strandbad) wahrlich breit genug, und überdies von zwei Seiten zugänglich (Kierlinger und Weidlinger Bahnhof). Man hätte mit geringem Aufwand die Fahrbahnen ein wenig schmäler machen können, und den bestehenden Fußweg zu einem kombinierten Fuß- und Radweg umgestalten können. Das hätte auch nicht die €87.000,- (!), erfordert, die die Radumfahrung des Happylandparkplatzes uns kostet.
Noch dazu beinhaltet die Radwegführung eine Reihe von sehr kritischen Stellen: Querung der Rollfährenstraße, Querung der Tennisplatzzufahrt, Querung der nördlichen Zufahrt zum Happylandparkplatz, Querung der östlichen Zufahrt zum Happylandparkplatz.
Diese naturverachtende Vorgehensweise diskreditiert alle Bemühungen, sanfte Mobilität – zu der selbstverständlich Fahrrad fahren gehört – als besonders umweltfreundlich salonfähig zu machen. Statt einfacher, sinnvoller und preisgünstiger Lösungen, die seit Jahren verschleppt werden, wird verfügbares Geld in Prestigekonstruktionen gebuttert, die – wenn überhaupt – nur eine marginale Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer bringen.
Wir trauern.