Skip to content

Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

Betonpiste mindert Lebensqualität in Klosterneuburg

Document Actions
Stellungnahme zur Eröffnung des ersten Teilabschnittes der "Umfahrung" Klosterneuburg, der Zufahrt zum Gewerbegebiet.
30 Jahre nach Widmung der Klosterneuburger Schüttau als „Gewerbegebiet“ wird eine Zufahrt zu diesem Gewerbegebiet eröffnet. Dass es einer solchen Zufahrt bedarf wurde von niemandem bestritten, wenngleich die PUK immer für eine die lokale Wohnbevölkerung weniger belastende Stelle plädiert hatte.

Der Zeitpunkt dieser Widmung zeigt den Mangel an Verantwortungsbewusstsein derjenigen, die damals Raumordnungsbeschlüsse gefasst hatten, ohne die entsprechende Infrastruktur mitzubeschließen bzw. sicherzustellen.

Nun geschieht der Verantwortungslosigkeit zweiter Teil: die Verbindung dieser Zufahrt mit dem Monsterprojekt der „Umfahrung“, die für sich allein kaum verkehrswirksam ist, weil sie nur den Stadtplatz von den Kritzendorfer, Höfleiner und nördl. Ölbergbewohnern geringfügig (20%) entlastet. Und weil das offensichtlich ist, ist man bemüht, zur Rechtfertigung dieser Konstruktion den „Martinstunnel“ durchzusetzen, einer Verbindung zwischen der „Umfahrung“ und dem Kierlingtal.


stelzenstr_martinskirche.jpg

In doppelzüngigen Worten wird versucht, den Martinstunnel anzupreisen als Vorteil für die Bevölkerung von Kierling und Maria-Gugging, die dann die Engstelle am Stadtplatz vermeiden könnte. Dass der Martinstunnel Tür und Tor für die Autoflut aus dem Entwicklungsgebiet Tullnerfeld öffnen würde, wird verschwiegen.

Grotesk ist, dass seinerzeit die Belebung des Stadtplatzes als Argument für den Bau der „Umfahrung“ vorgeschoben wurde. Wenn jetzt an den Hochleistungsstraßen Fachmarktzentren errichtet werden, ohne gleichzeitig etwas für den gewachsenen Stadtkern zu tun, ist das das Ende für seine Handels- und Gewerbebetriebe und für die damit untrennbar verbundene Nahversorgung.

An Skurrilität nicht zu übertreffen sind Äußerungen des Grünen Stadtrats Wimmer, der „den Tunnel für unverzichtbar hält – im Gegensatz zu einer Donau-Brücke“ (Kurier 15.2.2008). Damit macht sich Wimmer zum Instrument einer Planungspolitik, die die Klosterneuburger Bevölkerung aufs schwerste belastet. Die Aussage stellt eine verkehrspolitische Kehrtwende der Grünen dar, die damit für die Errichtung einer Hochleistungsstraße eintreten. „Realpolitik“ ist also, eine Fehlentscheidung durch eine weitere Fehlentscheidung zu verschleiern!

Wir werfen den Projektbetreibern vor:

Kurzsichtigkeit: Millionen werden in Straßenbau statt in öffentlichen Verkehr, Rad- und Fußwege und wirkliche Nahversorgung investiert; die Abhängigkeit vom Auto wird zementiert;

Fahrlässigkeit: die Belastung der Bevölkerung mit Luftschadstoffen, Lärm und klimaschädigenden Gasen steigt.

Für die PUK ist diese Eröffnungsfeier knapp vor der NÖ Landtagswahl ein Zeichen, dass Politiker fast aller Couleurs das Augenmaß für die Folgen diese Fehlplanung verloren haben und die Tragweite nicht mehr erkennen. Mit Pomp und Selbstbeweihräucherung wird ein Teil der Klosterneuburger Lebensqualität zu Grabe getragen.

Last modified 2008-03-03 09:50 AM
  • Unausgelastetes Parkdeck (R1)
  • Unausgelastetes Parkdeck - aber ein zweites soll her, das die ÖBB nicht will
  • Feinstaub-Aktion (R2)
  • Feinstaub-Aktion von Global2000 vor Lebensministerium
  • Feinstaubmessung (R3)
  • Greenpeace technisch hochgerüstet für Feinstaubmessung