Gut besuchter Informationsstand am 2.6.2007
PUK informiert über Auswirkungen geplanter Folgeprojekte zur
Umfahrung und fordert radikale Beschleunigung beim Ausbau des
Radwegenetzes in Klosterneuburg
Martinstunnel und Donaubrücke
Für jeden, der die Entwicklung von Durchzugskorridoren im Großraum Wien in den letzten Jahren beobachtet ist klar, dass die wissenschaftliche Erkenntnis, dass ein mehr an Straßen nur ein mehr an Verkehr produziert, bestätigt werden kann. Wir kommen keineswegs schneller ans Ziel als vorher.
In
der speziellen Situation Klosterneuburg als zwischen dem
Entwicklungsgebiet Tullnerfeld und Wien liegend wird jede Erweiterung
der Straßenkapazität zu einer wesentlichen Zunahme des
Durchzugsverkehrs führen. Finden Sie hier Detailargumentationen
Ausbau des Radwegenetzes
Straßenneubauten und deren Erhaltung verschlingen nicht nur Landesbudgetmittel, sondern auch Mittel der Stadtgemeinde Klosterneuburg. Um Bruchteile der Kosten der Erschließung des Gewerbegebiets und der ISTA („Elite-Uni“) könnte ein sinnvolles Radwegenetz in Klosterneuburg installiert werden, das auch in Anspruch genommen würde. Die PUK hat sehr genaue Vorstellungen, welche Prioritäten hierbei gesetzt werden sollten, um unser Gemeindegebiet von unnötigen Autofahrten zu entlasten.
Aber
wir leben aber nicht auf dem Mond und wollen nicht zurück in die
Steinzeit. Die Türkenschanzstraße oder den Kollersteig
hinaufzuradeln ist nur etwas für Fahrrad-Hardliner. Es bieten
sich jedoch genügend Tallagen, in denen Radfahren auf
geschützten Wegen problemlos möglich ist. Finden Sie hier Details.
Mitte
August 2007 ist eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses geplant,
in der ausschließlich das Radwegenetz debattiert werden wird.
Nachdem seit 2001 ein Radwege-Konzept vorliegt, wird’s langsam Zeit!
BürgerInnen formulieren
Anliegen: „Wo drückt der Schuh?“
Entwertung von Grundstücken in einzelnen Bereichen (siehe weiter unten)
Ohne Auto ist man/frau in Klosterneuburg ein Mensch 2. Klasse“. Gefordert wird vernünftige Parkraumbewirtschaftung, attraktive und sichere Fußwege zu Orten öffentlichen Interesses. Weiters attraktive und sichere Radwege womöglich mit Anbindung an den Donauradweg und ausreichend Abstellplätze. Und selbstverständlich die Ausschöpfung aller Möglichkeiten, den öffentlichen Verkehr zu fördern.
Mehr Zebrastreifen über den Stadtplatz – Man läuft wie ein Hase zwischen den Jägern (=Autos) über die Straße!
Tempo 30 im gesamten Siedlungsgebiet
Wo sollen unsere Kinder noch spielen? Viele lernten am Martinssteg Radfahren. Dort kommt man kaum noch hin
Keine Einkaufsmöglichkeiten für Fußgänger
Lärmbelastung in den Erholungsgebieten entlang der Donau (siehe weiter unten)
Das Ausmaß der Baumschlägerungen ist viel zu groß
Gemütliches Flanieren in der Oberen Stadt (Leopoldstraße und Rathausplatz) ist unmöglich da zu viel Verkehr und zu viel parkende Autos. Gewünscht wird Fußgängerzone – jedenfalls abends, nachts und am Wochenende mit Ausnahme der Anrainer.
Die seitens der BürgerInnen u.a. eingebrachten Anliegen sind für die PUK völlig nachvollziehbar. Beispiele für Lösungen für zeitlich beschränkte Fußgängerzonen wurden uns nach Rückfragen bei einem engagierten Bürger genannt. Wir werden diese Punkte bei den entsprechenden Ausschüssen einbringen – bis auf das Ausmaß der Baumschlägerungen fallen diese Themen in die Kompetenz der Stadtgemeinde.
In Bezug
auf Baumschlägerungen werden wir vermutlich beim Stift und der
Via-Donau auf taube Ohren stoßen, weil vermutlich lapidar mit
wirtschaftlicher Nutzung oder Sicherheit argumentiert werden wird.
Kritischer Blick auf die Donauuferautobahn
Das Erholungsgebiet der Au wird durch „akustischen Terror“ der Donauuferautobahn entwertet. Gefordert wird von einigen BürgerInnen ein Tempolimit von 80 Km/h auf dem Teilstück gegenüber den Kleingartensiedlungen.
Obwohl es unwahrscheinlich ist, auf einer 3-spurigen Autobahn Tempo 80 zu erreichen, erscheint es jedoch nicht unmöglich, Lärmschutzmaßnahmen zu bewirken, denn
paradoxerweise befindet sich das jenseits der Donau gegenüber der Rollfähren- und Strandbadsiedlung liegende Gebiet auf Klosterneuburger Gemeindegebiet und
ist der Bereich nördlich der Pioniertraverse inklusive des anderen Donauufers sogar als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen.
Wir überlegen eine geeignete Vorgehensweise im Kernteam.
Grundlegende Haltung der PUK zu Immobilienentwertung
Zersiedelung ist zentrales Problem in Klosterneuburg. Es wird weiter verschärft, weil nicht gleichzeitig eine entsprechende Infrastruktur geschaffen wird (Nahversorgung, Kultur, Erholung, Soziales, Arbeit, Mittel der sanften Mobilität).
Die Entwertung ist auf ausufernde Neubesiedlung zurückzuführen, die auf die Nutzung des eigenen Kfz angewiesen ist und dadurch Lärm und Schadstoffe erzeugt, die die Attraktivität des Gebiets verringern.
Die Haltung von Wohnbaugesellschaften (= großvolumiger Wohnbau) ist aus ökonomischer Sicht leider nur zu verständlich, konnte aber durch eine zeitlich limitierte Bausperre jedenfalls zumindest kurzfristig eingedämmt werden.
Die PUK setzt sich in den Planungs- und Verkehrsausschüssen seit zwei Jahren und auch weiterhin dafür ein, eine weitere Verschärfung des Problems zu verhindern, besonders in Richtung sanfter Mobilität (Radwege, Öffentlicher Verkehr mit besserer Flächendeckung) und Ermöglichen von Nahversorgung.
Die aus Gier nach höheren Einnahmen seit Jahrzehnten ununterbrochen ausgeweiteten Wohngebiete kann die PUK nicht rückgängig machen.
Die PUK wird periodisch ähnliche Informationsveranstaltungen abhalten