PUK-Infostand Sa. 20. Juni 2009 9-12h
So begrüßenswert eine Bürgerbefragung ist, so erschreckend sind die gestellten Fragen. Es handelt sich um eine reine Autofahrerbefragung. Fragen zu Angeboten von Alternativen zum Straßenbau werden nicht gestellt. Die Kosten werden mit der Auswertung beachtlich sein. Aufschluß, welche Verkehrszukunft die KlosterneuburgerInnen haben wollen, wird diese Befragung nicht bringen.
Die totale autogerechte Stadt ist offensichtlich die Zielvorstellung unserer Stadtpolitik - die Autodiktatur statt sanfter Mobilität. Eine Schande, daß die Grünen diese Bürgerbefragung in ihrer Zeitung Nr.1/2009 hochjubeln.
Eine zunkunftsfähige klima- und gesundheitsschonende Verkehrspolitik sollte folgende Fragen stellen: Sollen 70 Mio Euro in den Straßenbau (Martinstunnel) investiert werden oder in die Verbesserung und Verdichtung des öffentl. Verkehrs, wenn damit mehr Autoverkehrslastung erzielt werden könnte: Ja oder Nein.
Das Institut für Straßenbau und Verkehrsplanung der TU Wien weist außerdem nach, daß nur mit den Zinsen von 70 Mio € allen Klosterneuburger Haushalten eine Jahresnetzkarte der Kernzone Wien plus 1. Außenzone, laufend finanziert werden könnte.
Am Infostand liegt der Tunnelplan auf, außerdem die PUK-News, die praktischen PUK-Taschenfahrpläne für die FJB, Folder über die Au-Führungen sowie Unterschriftenlisten für einen Initiativantrag "Kein Fußballverbot für Jugendliche am Spielplatz Käferkreuzgasse".