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PUK begrüßt Entscheid der ÖBB, Parkdeck beim Kierlinger Bahnhof nicht zu bauen

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Klosterneuburg braucht ein Parkdeck an dieser Stelle wie einen Kropf
Den Medien ist zu entnehmen, dass die ÖBB die Planungen für den Bau eines Parkdecks am Standort südlicher Pendlerparkplatz Kierlinger Bahnhof eingestellt hat. Die Gründe der ÖBB sind für die PUK mehr als einleuchtend. Dass der Baudirektor der Stadtgemeinde Klosterneuburg, DI. Kleiber, der ÖBB ein „Ultimatum“ von einem Monat stellt, ist nicht nur lächerlich, sondern auch peinlich.

Wir gratulieren der ÖBB zu dieser Entscheidung. Nur weil etwas die ÖBB nichts kostet, muss es nicht „gut“ sein.

Der derzeitige Pendlerparkplatz ist laut Erhebungen der ÖBB keineswegs ausgelastet, und dient zu einem Großteil nicht den Kunden der ÖBB (sprich den Pendlern im Verkehrsverbund), sondern als kostenloser Parkplatz für Verrichtungen in Klosterneuburg. Das bestehende Parkdeck in der Hundskehle ist seit Jahren weiterhin praktisch leer, weil zu teuer.

Die PUK befürwortet massiv die Einrichtung von Pendlerparkplätzen – nur an ganz anderen Stellen – und in Koordination mit einem überregionalen Verkehrskonzept. Zustieg zum Öffentlichen Verkehr muss weit früher attraktiv gemacht werden, also DEZENTRAL ermöglicht werden, ohne dass es zu unzumutbaren Wartezeiten kommt! Damit würde auch die Akzeptanz des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs steigen.
Der derzeitige Pendlerparkplatz am Kierlinger Bahnhof wird schlichtweg deshalb nicht angenommen, weil jeder, der ihn benützen will, durch die als besonders kritisch verrufenen Engstellen von Klosterneuburg hindurch muss – also Hölzlgasse und Stadtplatz. Wenn man durch diese hindurch ist, ist die Weiterfahrt nach Wien im Pkw ein Klacks.
Die Behauptung von BM Dr. Schuh, die „Umfahrungsstraße“ würde die Nutzung eines Parkhauses attraktiver machen, ist eine unbewiesene Spekulation. Unsere Prognose, dass durch die Erhöhung der Straßenkapazität nach Wien noch weniger Menschen auf den öffentlichen Verkehr umsteigen werden, erscheint mindestens ebenso glaubwürdig.

Würde jedoch die „letzte Meile“ von dezentralen Pendlerparkplätzen zu den Bahnhöfen und Haltestellen der ÖBB durch einen sinnvollen Zubringerdienst („Shuttle“) versorgt werden, mit sofortigem Anschluss zur Weiterfahrt Richtung Wien oder Tulln, würde schlagartig der zu Stoßzeiten überlastete Stadtplatz entlastet und gleichzeitig der Bau eines Parkdecks beim Kierlinger Bahnhof, das darüber hinaus auch das Ortsbild zu verschandeln droht, überflüssig. In die Gestaltung eines solchen Zubringerdienstes sollte Hirnschmalz investiert werden, woran auch die ÖBB starkes Interesse haben sollte, ebenso wie an der Anbindung der Bahnhöfe an ein innerstädtisches Radwegenetz. Das sollte Thema weiterer Gespräche sein, zu denen die ÖBB offensichtlich bereit ist.

Herrn DI Kleiber und anderen Verantwortlichen der Stadtgemeinde kann nur empfohlen werden, plakative Jubelmeldungen über das „Fell des Bären“ – bevor dieser erlegt ist – zu unterlassen. Aus Sicht der PUK sind solche „Bären“ u.a. das „Parkhaus“, zweifellos ein unausgegorenes Projekt. Die PUK ist zuversichtlich, dass in Anbetracht der massiven Probleme mit dem überhand nehmenden Individualverkehr verantwortungsbewusste Politiker und Dienstleister umdenken werden.

Last modified 2005-08-25 01:03 PM
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