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Eliteuni - Chance aus Provinzialität auszubrechen

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Die PUK freut sich über diese Aufwertung der Gemeinde, warnt aber vor patriotischer Euphorie. Es bedarf kreativer Anstrengung, um die Strahlkraft der Elite-Uni zu nutzen, die Schlafstadt Klosterneuburg wachzuküssen.

PRESSEINFORMATION/STELLUNGNAHME ZUR PARKDECK-DISKUSSION

Keinesfalls darf die Uni ein Argument für die „Umfahrung“ sein! Ein Muss ist die Einrichtung eines Schnellkurses/Shuttles von Heiligenstadt nach Gugging.

Planungen zur Verwertung der Magdeburg-Kasernengründe sollten die Möglichkeit der Ansiedlung von artverwandten Betrieben statt eines Einkaufszentrums vorsehen.

Ergänzende Kommentare

Moderne Unis werden in Ruhezonen gebaut. Klosterneuburg ist wohlberaten, sich nicht durch Erweiterung von Straßenbauten die Grundlagen eines Campus selbst zu zerstören. Die technische Universität hat etwa ihr weitläufiges Hofsystem komplett von Parkplätzen befreit. Und wenn wir schon beim Vergleichen sind: wir sprechen auf der Elite-Uni von max. 500 postgraduierten Studenten, die TU hat allein über 20000 Studenten. Panikmache beim Verkehrsinfrastrukturbedarf zu verbreiten dient vermutlich anderen Zielen.

Behauptungen von langen Anreisen aus den Universitären Zentren von Wien, Tulln, Krems usw. können nur von Personen erhoben werden, die ihre An- und Abreise nicht mittels Fahrplan und auf einer regelmäßigen Basis durchführen.

Selbstverständlich wäre das Fahrplannetz der Region etwas anzupassen. Es wäre etwa durchaus empfehlenswert, auch eine Busverbindung zum Bahnhof St. Andrä-Wördern zu führen, damit auch die Westrelation der Schnellbahn besser angebunden werden kann.

Ebenso sinnvoll erscheint es, Eilzüge in Klosterneuburg halten zu lassen. Klosterneuburg ist immerhin die drittgrößte Stadt Niederösterreichs. Eine solche Erweiterung des Angebots an öffenltichen Verkehr ist aber mit dem Interesse der Klosterneuburger BürgerInnen zu argumentieren, da die Universitätsinsassen einen antizyklischen Mobilitätsbedarf haben.

Eine Chance ist die Uni jedenfalls für Klosterneuburg, um aus einer sehr provinziellen Gemeindepolitik auszubrechen. Es gilt attraktive Zentren zu entwickeln, in denen kulturelle, gastronomische, soziale, versorgungs-, freizeitgestaltungs- Treffpunkte ein breites Angebot liefern, das auch für die erwartete Klientel attraktiv ist. Nicht zu vergessen Nächtigungsmöglichkeiten für einen Konferenztourismus. Man wird sich also überlegen müssen, welche Kriterien ab morgen auf die Vergabe von Subventionen angelegt werden, um eine nachhaltige Entwicklung in Richtung einer Kulturmetropole zu ermöglichen.

Die Herausforderung ist also, Bindungen an Klosterneuburg zu schaffen, durch Schaffung eines entsprechenden lebendigen Sozialraumes, und nicht durch Straßenbauten die Menschen aus Klosterneuburg „hinauszuleiten“.

Sehr ernst nehmen sollte man auch die Vorbehalte, die seitens der inzwischen abgesprungenen Vertreter der Akademia geäußert wurden, um entsprechende Begleit- bzw. Ausgleichsmaßnahmen zu planen. Zu offensichtlich ist, dass die überhastete Standortentscheidung als Politikum anzusehen ist, das dem Image von LH Pröll zu dienen hat (was nicht heissen soll, dass das bei einem Standort Aspern nicht auch für BM Häupl gegolten hätte). Sich jetzt zufrieden zurückzulehnen wäre die falsche Vorgehensweise. Wir freuen uns jedenfalls schon darauf zu sehen, wie unser Bürgermeister mit den Anfragen eines Rektors einer solchen hochkarätigen Einrichtung umgehen wird.

Wir hoffen, dass in Bezug auf das Kasernenareal nicht vorschnell vollendete Tatsachen geschaffen werden, wie dies etwa beim ehem. Agnesheim passiert ist, wo die Chance eines neuen Ortskernes vertan wurde. Wird aus dem Kasernenareal eine Shopping-City-Schüttau, hat man die Möglichkeiten eines High-Tech-Clusters (oder ähnlichem) vertan und einen weiteren Schritt gesetzt, die Nahversorgung restlos zu ruinieren und massiven zusätzlichen Autoverkehr zu generieren. Eine weitere Verbauung der Umgebung des Gugginger Areals – da im Biosphärenparks gelegen – wäre jedenfalls abzulehnen.

Last modified 2006-03-11 12:24 PM
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