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Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

Stimmungsbericht zum PUK-Standl am 20. Juni 2009.

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Wieder ein voller Erfolg. Trotz Dauerregen - reges Interesse. Anlass war die unqualifizierte Bürgerbefragung durch die Stadtgemeinde.

Wir hatten unser regendichtes Partyzelt vor der Bank (Bereich Internetterminal) aufgebaut. Das Interesse der vorbeiströmenden Passanten war groß. Anlass war die Bürgerbefragung der Gemeinde zur Umfahrung, zu den Verkehrsmaßnahmen in der Oberen Stadt und zum Martinstunnel.

Klar zeigte sich bei den Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern, dass die Bürgerbefragung in dieser Form zumeist auf Unverständnis und Ablehnung stieß. Hier einige Meinungen:

Mit unseren Steuergeldern wird ein derartig letztklassige Befragung finanziert, dabei hat der Gemeinderat schon vor einem Jahr eine Resolution an das Land verabschiedet, mit dem Wunsch, dass der Martinstunnel ehemöglichst gebaut wird.“

Die Befragung hat Volksschulniveau, ohne Begründung und Zielvorstellungen, und ohne Alternativen ist sie völlige sinnlos.“

Wer kontrolliert eigentlich die Ergebnisse, wenn die Gemeinde die Befragung auswertet und der politische Wille zum Bau des Martinstunnels vorhanden ist?“

Verwunderung gab es auch bei Einigen über die Grünen Klosterneuburgs, die diese Autofahrerbefragung als einen Meilenstein in der Bürgermitbestimmung hochjubelten. Anziehungspunkt für viele war auch der aufgelegte Plan des Martinstunnels, vor allem das Tunnelportal auf der Kierlingerstraße. Auch der praktische Falttaschenfahrplan der Franz Josefs Bahn für die Geldtasche wurde dankbar angenommen. Fleißig wurde auch der Initiativantrag an den Gemeinderat zur Aufhebung des Fußballspielverbotes für Jugendliche am Spielplatz Käferkreuzgasse unterschrieben.

Viele studierten den mitgebrachten Plan des Tunnelprojekts. Viele ließen sich die genauen Positionen der Portale zeigen. Manchmal musste man abenteuerliche Irrtümer aufklären. Viele Leute überschätzen die Länge der geplanten Tunneltrasse erheblich und denken der Tunnel führt direkt bis Kierling oder Gugging. Was das andere Ende der Trasse betrifft, denken viele das Tunnelportal liegt irgendwo im Bereich des Kreisverkehrs oben beim Spar.

Fast alle der angesprochenen sind gegen das geplante Tunnelprojekt: „Geldverschwendung“, „Unsinn“, hört man im Gespräch oft. Die Motive entsprechen meist den Motiven des „durchschnittlichen“ PUK-Mitglieds, man muss aber auch sagen, dass eine kleine Minderheit sich einfach ein anderes, unter Umständen auch größeres Projekt wünscht. Eine Dame hätte am liebsten einen Tunnel, der bis zur Lourdesgrotte führt.

Unsere Botschaft, dass vor allem die Kombination Tunnel + Brücke gefährlich ist, wird von fast allen sofort bejaht.

Die Unzufriedenheit mit der Stadtverwaltung scheint hingegen einhellig. Kein einziger äußerte sich zufrieden. Kritisiert wird die arrogante Haltung, die Maßnahmen Obere Stadt, der Stadtplatz-Umbau, die Wohnstraßenregelung Schleichweg Richtung Kierling, die Befragung, die mangelnde Informationspolitik der Gemeinde...

Fazit: Trotz schlechtem Wetter konnten wir etliche interessante Gespräche führen und haben einiges an Material verteilt. Der heutige Infostand hat wieder einmal gezeigt, dass das Interesse an der Kommunalpolitik sehr groß ist und die BürgerInnen sich gerne aussprechen und gehört werden wollen. Seriöse Veranstaltungen in der Babenbergerhalle über die weitere Verkehrszukunft Klosterneuburgs wären daher höchst angebracht und notwendig.

Augustine, Edith, Werner, Wilfried

Last modified 2009-06-22 04:16 PM
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