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Trauerbeflaggung der Kastanienallee/Wienerstraße

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Presseinformation des ehem. Verkehrsstadtrats und Gemeinderats Mag. Werner Schmidt zur Trauerbeflaggung der Kastanienallee/Wienerstraße. Anlaß: der Baubeginn der "Umfahrung".

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Todgeweiht ist der stadtnahe Baumbestand und das Naherholungsgebiet durch die Umfahrung. Die Eintrittspforte Klosterneuburgs zum Stadtplatz, zwischen barockem Stift und grüner Au, wird entstellt werden. Lebensqualität entsteht nicht dadurch, "daß man schneller wo dort ist" sondern, daß man "sich hier wohl fühlt".

Die 12 m breite Parallelstraße in der Au und der Verlust des sehr beliebten Spazier- und Radweges entlang des Durchstiches wird diesem Wohlfühlfaktor mehr als abträglich sein. Der bekannteste österreichische Verkehrsexperte, Prof. Knoflacher, sagte sinngemäß beim AU - Frühstück der PUK, "daß sich Natur und Kultur entlang der gesamten Donau nirgends so unmittelbar verbinden, wie in Klosterneuburg, was eine einmalige Symbiose darstellt. Das Gesicht Klosterneuburgs soll nun durch einen absurden Straßenbau, gleichsam so verändert werden, wie wenn ihm die halbe Nase entfernt würde."

Mit der Trauerbeflaggung der Wienerstraße zwischen Stift und Niedermarkt wollen UmweltaktivistInnen die KlosterneuburgerInnen nochmals eindringlich auf diese drohende Zerstörung aufmerksam machen.

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Neben dem österreichischen Verkehrspapst, wie Knoflacher auch genannt wird, haben sich beim Au - Frühstück (eine kürzlich stattgefundene Protestversammlung)auch die bekannten österreichischen Umweltwissenschaftler, wie Dr. Bernd Lötsch, Direktor des Naturhistorischen Museums und Dr. Peter Weish, der Vorstand des Forum Österr. Wissenschaftler für Umweltschutz, vehement gegen dieses unsinnige Straßenbauprojekt ausgesprochen!!!

Das Zerstörungspotential dieser Straße und die hohen Kosten von 75 Mio € stehen in keinem Verhältnis zur Verkehrsentlastung des Stadtzentrums. Lediglich um 6 500 - 7 500 Autos wird der Stadtplatz entlastet (zur Zeit sind es 20 - 21 000, künftig sollen es dann mit der Umfahrung 17 000 sein - nachzulesen im behördlichen Genehmigungsbescheid). In einem persönlichen Schreiben des LH Pröll an alle Klosterneuburger Haushalte spricht dieser in unverantwortlicher, irreführender und manipulativer Weise von einer Entlastung des Zentrums von 25 000 Autos!!! dabei ist aufgrund der amtlichen Verkehrszählung das Stadtzentrum (Stadtplatz, Niedermarkt und die Obere Stadt) zur Zeit insgesamt mit 27 - 30 000 Autos belastet!! Einzigartig - Prölls Autoverschwindemaßnahmen - unglaublich, wozu unser Landeshauptmann fähig ist!

Die, von Pröll und Schuh gepriesene Entlastungsstraße wird für die Wohnviertel Martinstraße (mit Pflegeheim) und Biragosiedlung zur Neubelastungsstraße, der eine eher geringe Entlastung von Stadtplatz, Hölzlgasse und Albrechtstraße gegenüber steht. Angesichts solcher Fakten und der unwürdigen Rechtfertigung des Landeshauptmannes für dieses fragwürdige Straßenprojekt sowie des Einverständnisses des Stiftes zu dieser Naturzerstörung auf ihrem Grund und Boden (die Kirche hat auch die Verantwortung die Schöpfung zu schützen) kann man als Umweltaktivist nur Trauer tragen und diese den KlosterneuburgerInnen möglichst deutlich vor Augen (Windschutzscheibe) führen!


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Last modified 2006-07-31 12:27 PM
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