"Homo sapiens" macht endlich "Homo automobilis" Platz
Schweeger im Originalton: „Man kann den Verkehrsplanern im Land NÖ und in Klosterneuburg vieles vorwerfen, eines sicher nicht, nämlich Mangel an Konsequenz!“
Nachdem die PUK vor knapp 2 Monaten die Gefährlichkeit der „Gehsteige“ zum Kreisverkehr Gewerbegebiet – die natürlich keine sind – als Gefahr für Leib und Leben unvorsichtiger FußgängerInnen angeprangert hat, wurde jetzt mit grimmiger Entschlossenheit ein restloses Verbot für Fußgänger erlassen.

Abgang vom „Weidlinger Platzl“ zum Kreisverkehr
Gewerbegebiet
Damit werden Fußgänger aus den Wohnbereichen um Lohringer- und Sachsenviertel entweder über die Bahnbrücke beim Hotel Buschenreiter, in die Unterführung des Weidlinger Bahnhofs oder bis zum Bahnübergang Leopoldsbrücke abgedrängt. Oder in die Illegalität, wenn sie zur In-Kauf-Nahme dieser Umwege nicht bereit sind. Schweeger ätzend: „ Es wird die Zeit kommen, wo Fußgänger ein polizeiliches Kennzeichenschild brauchen und Autos nicht mehr. Denn es sind ja die zu Fuß gehenden Menschen, die eine Gefahr für den Seelenfrieden der Autofahrer darstellen.“
Während anderenorts die autofreie Siedlung verwirklicht wird, passiert bei uns genau das Gegenteil. Früher konnte man noch zu Fuß durch das „Rattenloch“. Wir fordern weiterhin die Einrichtung einer fußläufigen und barrierefreien Verbindung über den Kreisverkehr – etwa auf Kosten der Banquettenstreifen – die auch für Kinderwägen, RollstuhlfahreInnen und schlicht Menschen, die zu Fuß einkaufen gehen wollen, nutzbar ist.

In diesem Zusammenhang ist auf aktuelle APA-Aussendungen zu verweisen:
"Klimakiller Nr. 1 ist nach Aussagen des Umweltministers der motorisierte Verkehr." 531 Mio. Euro für CO2-Zertifikats-Käufe hat der Nationalrat diese Woche beschlossen, "gleichzeitig werden jährlich 1,3 Mrd. Euro für den Ausbau hochrangiger Straßen zur Förderung des Autoverkehrs ausgegeben und damit erhöhte CO2-Bilanzen vorprogrammiert. 'BM Faymann ist damit in Pröll'scher Diktion mit seinem Ausbauprogramm der Klimakiller Nr. 1', stellt die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, fest."(APA-OTS)
"Drei Wochen nach dem Klimagipfel setzt die Regierung weiterhin auf den Zukauf von teuren Zertifikaten, statt im Inland aktiv zu werden. Selbst der Rechnungshofrohbericht bestätigt den deutlichen Vorteil von Klimaschutzmaßnahmen im Inland gegenüber dem JI/CDM-Programm (Anm.: Klimaschutzprojekte im Ausland)."(APA-OTS)
Geld wäre also vorhanden, wenn es nicht zum Fenster hinausgeworfen würde!