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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wird der Stadtplatz zu einer Fußgängerzone?

Nein. Der Autoverkehr über den Stadtplatzes wird sich durch die Umfahrung reduzieren, eine Untersuchung des Projektbetreibers (Land NÖ) zeigt jedoch, daß im Jahr 2020 pro Tag 17.500 Autos fahren werden. Derzeit fahren über den Stadplatz 22.000 Autos pro Tag, es handelt sich also nur um eine Reduktion um ca. 25%. Damit stellt sich die Frage, ob diese geringfügige Veränderung eine Zerstörung des Naherholungsgebiets, die enormen Kosten von 70 Mio €, die Lärm- und Luftschadstoffbelastung und weitere Nachteile rechtfertigt.

Gibt es mit der Umfahrung keinen Stau mehr?

Das vorliegende Gutachten des Projektbetreibers stellt fest, daß es trotz der Umfahrungsstraße auch weiterhin einen Stau geben wird. Dieser wird anfangs etwas geringer ausfallen, aber mit Wartezeiten ist auch weiterhin zu rechnen. Es ist allerdings zu erwarten, daß es durch den anwachsenden Verkehr aus dem Tullnerfeld zu ähnlichen Stauzeiten wie jetzt kommen wird.

Welche Gebiete in Klosterneuburg werden durch die Umfahrung entlastet bzw. belastet?

Die Umfahrungsstraße entlastet in erster Linie die Hölzlgasse und die Albrechtsstraße. Der Stadtplatz wird nur um ca. ¼ entlastet. Dem gegenüber steht jedoch eine massive Belastung des Martinsviertels und des Lothringerviertels.

Sind neben der Umfahrungsstraße weitere Projekte, wie z.B. der Martinstunnel und eine Donaubrücke geplant?

Ja. Das derzeitige Projekt sieht bereits den Martinstunnel und eine Anschlußstraße für eine Donaubrücke vor. Die Umfahrungsstraße ist ein kleiner Teil eines viel größeren Gesamtprojekts. Dieses wurde in 3 kleinere Projekte aufgespalten, um den Widerstand durch Anrainer und Bürgerinitiativen zu minimieren. Bei kleineren Projekte kann sich das Land NÖ auch bescheinigen, daß keine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) durchgeführt muß, was im Fall der Umfahrungsstraße geschehen ist.

Welche Maßnahmen wird es in Bezug auf den Lärmschutz und die Luftschadstoffbelastung geben?

In Bezug auf den Lärmschutz wird es 4m hohe Lärmschutzwände geben. Im Bereich des Essl-Museums wird die Straße für ca. 200m überdacht sein. Eine Einhausung der Straße entlang des Martinsviertels (Umwelttunnel) wird es aus Kostengründen nicht geben. Die Lärmbelastung entlang der Straße wird teilweise massiv sein. In Extremfällen werden Wohnhäuser mit Lärmschutzfenstern augestattet.
Gegen die Luftschadstoffbelastung gibt es de facto keine Maßnahmen. Der Projektbetreiber erhofft sich durch die Reduktion der Stauzone eine Verringerung der Belastung. Dies ist jedoch ein Widerspruch in sich, da dasselbe Gutachten bescheinigt, daß es auch weiterhin einen Stau geben wird. Das Anwachsen des Verkehrs wird eine zusätzliche Luftschadstoffbelastung in Klosterneuburg verursachen. Ein weiterer Zuwachs ist durch die Schlägerungen zu befürchten, da damit die Filterwirkung durch angrenzenden Bäume ausfällt. Derzeit werden die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung in Klosterneuburg bereits überschritten. Diese Feinstäube, die hauptsächlich von Dieselfahrzeugen herrühren, erhöhen das Krebsrisiko.

Wird das Gewerbegebiet durch die geplante Umfahrung angebunden?

Ja. Auf der Höhe des Parkplatzes des BILLA am Weidlinger Bahnhof wird ein Kreisverkehr gebaut, der das Gewerbegebiet anbindet. Laut Untersuchungen des Verkehrsexperten Univ. Prof. Dr. Knoflacher ist jedoch eine Anbindung an das Gewerbegebiet im Bereich der Esso-Tankstelle vorteilhafter und überdies kostengünstiger. Diese alternative Anbindung wurde vom Land NÖ jedoch aus unbekannten Gründen nie geprüft.

Wie hoch sind die Kosten für die Umfahrungsstraße?

Die Kosten für die Umfahrungsstraße betragen laut Projektbetreiber 70 Mio. € = 1 Millarde Schilling. Der Martinstunnel bzw. die Brücke sind in diesen Kosten nicht enthalten.

Was passiert mit dem Radweg?

Der Radweg wird versetzt und verläuft dann neben der Umfahrungsstraße. Es ist zu befürchten, daß die Radtouristen das andere Donauufer bevorzugen werden, was sicher zu einem Verdienstentgang führen wird.

Last modified 2006-06-28 02:37 PM
  • Übersichtskarte (klein)
  • Übersichtskarte der Umfahrung (klein)
  • Stelzenstrasse
  • Feinstaubmessung (R3)
  • Greenpeace technisch hochgerüstet für Feinstaubmessung
  • Großer Feuerfalter
  • Ab 2014: Golfplatzareal anstatt Schmetterlingswiese?
  • Asiatischer Marienkäfer
  • 2013: Invasion der Asiatischen Marienkäfer in Höflein a.d. Donau