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Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

Arbeit 2007

Up one level
Dringlichkeitsanträge, Anfragen und anderes aus dem Gemeinderat im Jahr 2007. Zu den Namenkodierungen: "A" ist eine Anfrage (die durchaus Aufforderungscharakter haben kann) "DA" ist ein Dringlichkeitsantrag. Bevor der Antrag auf die Tagesordnung des Gemeinderats gesetzt werden kann, muss über die Dringlichkeit abgestimmt werden "MA" ist ein Minderheitsantrag. Dieser muss von mind. 1/3 der GemeinderätInnen, das sind in Klosterneuburg 14 GemeinderätInnen, unterschrieben werden. Instrument einer demokratischen "Notgemeinschaft". "Protokollarische Anträge" gibt es nicht, sondern sind vorbereitete Gegen- oder Zusatzanträge zu bestehenden Tagesordnungsanträgen. Ein entgegenkommen für die Protokollführenden, um Irrtümer auszuschließen.
Arbeit 2007 1-DA: Betreute Au-Exkursionen
Nach dem Muster des Nationalparks Donauauen soll ein System betreuter Exkursionen durch die Klosterneuburger Au zwischen Rollfährenstraße, Durchstich, Strandbad Kritzendorf und Donau ins Leben gerufen werden. Ziele: der Bevölkerung und Touristen das Naherholungsgebiet näher bringen. Ein ausführliches Grobkonzept wurde durch die pensionierte WWF-Mitarbeiterin Mag. Bauder und Bernd Schweeger erarbeitet und diesem Antrag beigelegt.
Arbeit 2007 2-VK: Veränderung Bodenmarkierung beim Hofer Markt
Anregung für den Verkehrsausschuss am 14.2.2006 zur Veränderung der Bodenmarkierung im Bereich Hofer Markt Brandmayerstraße
Arbeit 2007 3-DA: Freigabe von Plätzen/Wänden für Graffiti
Graffiti ist Bestandteil der Polit- und Jugendkultur. Sie ist nicht zu verhindern und sollte daher zum Schutz vor simplem Geschmiere und der Beschädigung von Privateigentum an bestimmten Plätzen freigegeben werden, und nach dem Muster des Projektes "Wienerwand" entsprechend gekennzeichnet werden. Sprayer, die nicht in die Illegalität gerückt werden haben mehr Zeit und Muße, qualitativ bessere Produkte zu erstellen.
Arbeit 2007 4-MA: Berichterstattung des Bürgermeisters
Der Bürgermeister ist eigentlich durch die Gemeindeordnung verpflichtet, über kommunales Geschehen dem Gemeinderat zu berichten. Das geschieht allerdings nicht. Der Antrag dient vor allem dazu, ein höheres Maß an Transparenz zu schaffen. Unzählige Projekte, die irgendwann einmal losgetreten worden waren, erhalten ein "Begräbnis erster Klasse" (=Gemeinderats-Slang), in dem sie einem Ausschuss zugewiesen werden und dann in der Versenkung verschwinden. Ein paar Beispiele: Radverkehrskonzept 2001 kommt erst jetzt nach gründlichem Protest der PUK wieder ans Tageslicht (wir schreiben 2007!!!), Umweltmanagementsystem nach ISO14001 (2005 von PUK eingebracht, abgelehnt, von VP/Grüne für sich reklamiert, Mini-Untersuchung die seitens der Grünen als Persilschein verstanden wurde, seitdem nichts mehr davon gehört. Wird könnten Seiten mit solchen Beispielen füllen).
Arbeit 2007 5-DA: Luftgütedisplay
Die Klosterneuburger Luft ist weiterhin - je nach Jahreszeit und Verkehrsaufkommen - stark durch Feinstaub, Ozon und deren Vorläufersubstanzen belastet. Natürlich fehlt es BürgerInnen, die bereit wären, etwa den Gebrauch des Kfz etwas einzuschränken, an einer entsprechenden Rückmeldung über die aktuelle Schadstoffsituation. Es wäre ein Kinderspiel, diese Werte auf (derzeit ohnehin bestehenden) elektronischen Schautafeln darzustellen.
Arbeit 2007 6-A: Umsetzung des Maßnahmenkatalogs Feinstaub
Mit großem politischen Getöse wurde am 30.09.2005 im Gemeinderat ein kommunales Maßnahmenpaket für Klosterneuburg zur Feinstaubverringerung mit Mehrheit beschlossen. Von den 12 Maßnahmen wurde bis jetzt keine einzige umgesetzt, was wir natürlich wissen.
Arbeit 2007 7-DA: Walk4yourLife
Eine "smarte Idee", nicht von uns erfunden, sondern von Australischen Gesundheitsbehörden und -einrichtungen. Es wird angeregt, 2x/täglich mindestens 1000 Schritte zu Fuß zu gehen als Vorbeugung gegen Herz-/Kreislaufbeschwerden und Fettleibigkeit. Die PUK regt an, Schrittzähler an alle Klosterneuburger SchülerInnen zu verschenken (Kosten ca. 50 Cent pro Stück!), um zu erreichen, dass Eltern, die Ihre Kinder mit dem Auto fast bis vor das Klassenzimmer bringen, diese die letzten 1000 Schritte (ca. 500 Meter) zu Fuß zurück legen lassen. Damit verbunden die Aufforderung an die Stadtgemeinde, die Schulwege auf etwaige Gefahrenstellen zu durchforsten und diese zu entschärfen.
Arbeit 2007 8-A: Anfrage Streetworking
Das ursprünglich einstimmig im Gemeinderat vor ca. 1 1/2 Jahren beschlossene Streetworking-Projekt sollte in der letzten GR-Sitzung des Vorjahres (15.12.06) finalisiert werden. Der Antrag wurde unmittelbar vor der Sitzung durch den Bürgermeister von der Tagesordnung abgesetzt. Dies hat eine Reihe von Spekulationen über Gründe ausgelöst die etwas verschlüsselt auch in den Medien zu lesen waren. Die Anfrage an den Bürgermeister soll offizielle Klarheit schaffen, aus welchen Gründen ein solcher Schritt, der entgegen einer Gemeinderatsmehrheit gesetzt wurde, zu rechtfertigen ist.
Arbeit 2007 9-A: Detailanfragen zu verschiedenen Anträgen zur Sitzung vom 2.3.2007
Immer wieder werden Anträge zur Beschlussfassung vorgelegt, die keineswegs fehlerfrei und "ausgereift" sind. Aber offenbar lesen nicht alle Gemeinderäte die Anträge durch, weil das Abstimmungsverhalten ohnehin vorgegeben ist.
Arbeit 2007 10-MA: Walk4yourLife als Minderheitsantrag
Da beim ersten Einbringen des Antrags keine Dringlichkeit durch Schwarz-Grün zuerkannt wurde, muss wieder einmal auf andere Art die Diskussion erzwungen werden. Der Text des Antrags ist nur leicht gegenüber dem Antrag 7 verändert.
Arbeit 2007 11-DA: Stromlieferverträge der Stadtgemeinde
Der derzeitige Lieferant Wien-Strom hat in seinem Portfolio nicht nur Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Weiters sind die Verträge so gestaltet, dass Sparmaßnahmen bei der öffentlichen Beleuchtung keine Kostenersparnis mit sich bringen. Dringlichkeit wurde wieder einmal nicht zuerkannt.
Arbeit 2007 12-DA: Grundsatzbeschluss zum Start eines Stadtmarketingprojektes
Unsere Kaufkraft fließt ab, nicht nur nach Wien und Tulln, sondern künftig auch ins "Gewerbegebiet", das man gern als Einkaufszentrum sehen will. Es ist hoch an der Zeit, Stadtmarketing für die gewachsenen Kernzonen einzurichten - noch wäre es nicht zu spät. Obwohl dies von einer von der Wirtschaftskammer und dem Land NÖ beauftragten unabhängigen Beratungsunternehmen empfohlen wurde, wissen es Schwarz-Grün wieder einmal besser. Dringlichkeit abgelehnt.
Arbeit 2007 13-DA: Machbarkeitsstudie Fernwärme
Nach der bereits 3/4jährigen Zeitverzögerung durch ein Ping-Pong-Spiel eines entsprechenden PUK-Antrages zwischen Gemeinderat, 3 Ausschüssen und Zuweisung zum Klimabündnisarbeitskreis, wo die endgültige Vorgehensweise erarbeitet werden sollte, hat der Vorsitzende des Umweltausschusses trotz vorliegendem Protokoll aus dem Klimabündnisarbeitskreis die Materie nicht auf die Tagesordnung seiner Ausschusssitzung setzen lassen. Dass Dr. Schweeger mit Rückendeckung des Klimabündnisarbeitskreises und seiner 2 Vorsitzenden (VP und SP) diesen Antrag einbringt ist nur mehr als verständlich. Die Optik einer Ablehnung der Dringlichkeit wäre jedenfalls katastrophal gewesen, weil bei der Sitzung auch Vertreter von Landesorganiationen anwesend waren. Trotz der tatsächlichen Dringlichkeit haben es sich VP/Grüne dennoch nicht nehmen lassen, den Antrag neuerlich dem Umweltausschuss zuzuweisen.
Arbeit 2007 14-MA: Grundsatzbeschluss über Reorganisation des kommunalen Immobilienmanagement der Stadtgemeinde Klosterneuburg
Man erinnere sich an den gescheiterten Versuch (keine 2/3-Mehrheit) der Gründung der Klosterneuburger Immobiliengesellschaft (KIG) mit Auslagerung des Familiensilbers der Stadtgemeinde zur Aufbesserung des Gemeindebudgets auf Kosten der nächsten Generationen. Wiederholt wurde als Argument für die Gründung ins Treffen geführt, es könne im Zuge der Auslagerung der Immobilien auch das Management der Immobilien professionalisiert werden, was auf Verbesserungspotenzial in diesem Bereich schließen lässt. Natürlich ist eine Professionalisierung des Managements der gemeindeeigenen Immobilien durch Reorganisation von Geschäftsabläufen und Verantwortungen, die derzeit auf eine Reihe von Geschäftsabteilungen und Ausschüssen verteilt sind, zu erreichen. Da es sich um einen Minderheitsantrag gehandelt hat, musste der Antrag diskutiert werden. Beschämendes Ergebnis: von Schwarz-Grün abgelehnt.
Arbeit 2007 15-DA: Einrichten eines Boule/Pétanque-Spielplatzes
Boule/Pétanque/Boggia erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In Wien gibt es einige Spielplätze in prominenter Lage (wie z.B. Museumsquartier). Wir haben nach eingehender Diskussion die Errichtung einer Spielbahn auf dem Rathausplatz vorgeschlagen, weil dies die Attraktivität dieses Platzes als urbanen Treffpunkt steigern würde. Dringlichkeit durch Schwarz-Grün abgelehnt. Kommentar des Bürgermeisters: vielleicht schon, aber im Aupark. Warum dann allerdings die weitere Behandlung etwa in einem Ausschuss nicht erfolgt bleibt offen. Die Kosten eines solchen Platzes sind sehr gering (ca. 500,- bis 1000,- Euro, wenn in Eigenregie der Stadtgemeinde hergestellt).
Arbeit 2007 16-DA: Einleitung eines Agenda21-Prozesses
Agenda21- (oder wie es in Niederösterreich heisst: Gemeinde21-) Prozesse sind inzwischen bewährte Strukturen, in denen bei voller BürgerInnenbeteiligung Stadtentwicklung vorangetrieben werden kann. Die Prozesse werden in allen Phasen von Land (teilweise auch EU) gefördert. In Niederösterreich haben bereits 25 Gemeinden sich auf einen solchen Prozess eingelassen. In Wien sind einige „Lokale Agenda21“-Prozesse gebildet worden. Laut BM Häupl werden jährlich zwei benachbarte Bezirke dazukommen. Das System sichert die Beteiligung von BürgerInnen, Wirtschaft und Politik. Werden die Regeln gebrochen, erfolgt keine weitere Subventionierung mehr. Dringlichkeit von Schwarz-Grün nicht zuerkannt, daher nicht diskutiert.
Arbeit 2007 17-MA: Exkursion nach Güssing
Eine PUK-Delegation war auf Einladung von GLOBAL2000 einen Tag in Güssing, der Gemeinde im südlichen Burgenland, die konsequent auf Nutzung erneuerbarer Energie gesetzt und einen gewaltigen Aufschwung genommen hat. Die PUK fordert eine solche Exkursion für den ganzen Gemeinderat. Um die Besprechung dieses Antrages im GR sicherzustellen, hat sich die PUK für die Einbringung als Minderheitsantrag ausgesprochen. Natürlich verfolgt dieser Antrag weiterhin das Ziel, endlich eine größer angelegte Studie über Fernwärme und Nutzung alternativer Energie in Klosterneuburg voranzutreiben. Diesmal mit vollem Erfolg: der Antrag wurde einstimmig gefasst. Bei der Exkursion teilnehmen werden auch Beamte der Stadtverwaltung und Mitglieder des Klimabündnisarbeitskreises.
Arbeit 2007 18-DA: Stadtmarketing "die Zweite"
Die Wiedereinbringung von Antrag 12-DA in etwas veränderter Form beruht auf zunehmender Dringlichkeit. Neben Einkaufszentren im Gewerbegebiet existieren konkrete Pläne, auch in einem anderen Bereich ausserhalb des gewachsenen Ortskerns ein "City Centre Klosterneuburg" zu errichten. Wenn nicht etwas für die gewachsenen Zentren gemacht wird, ist das das Ende der alten Innenstadt. Die Dringlichkeit wurde wiederum von schwarz-grün nicht zuerkannt.
Arbeit 2007 Budgetrede Schweeger zum Voranschlag 2008 (GR-Sitzung vom 13.12.2007) - Ein Budget der Unterlassungen
Das Budget wird seitens der PUK abgelehnt. Aufgrund des Wegfalls der Trägerschaft für das Krankenhaus könnte wesentlich ausgeglichener budgetiert werden. Es werden wieder Kredite in Millionenhöhe aufgenommen, vorallem um Straßen zu bauen. Die Bereiche "Soziales" sind hingegen schamlos unterdotiert. Es finden keinerlei strategische Weichenstellungen statt. Die Kritikpunkte sind nach den Themen "Bevölkerungsentwicklung mit zunehmender Alterung / Wohnsituation", "Kommunales Angebot an die Jugend", "Stadtentwicklung", "Klimaproblematik", "Schutz vor Lärm und Schadstoffen" und "Mobilität und Verkehr" gegliedert.
Arbeit 2007 19-DA: Umsetzung Gender Budgeting
Der Bericht über das Gender Budgeting-Projekt zeigt eine Reihe von Maßnahmen auf, die gesetzt werden können, um Gleichbehandlung von Frauen und Männern auf Gemeindeebene zu verbessern. Da die PUK die Meinung vertritt, dass die Diagnose noch keine Therapie darstellt, wurde der Antrag gestellt, dass die einzelnen Verwaltungsgruppen in ihrem jeweiligen Bereich Handlungsmöglichkeiten prüfen sollen. Diesem Antrag wurde seitens der üblichen Mehrheit die Dringlichkeit nicht zuerkannt, daher im GR nicht diskutiert.
Arbeit 2007 20-DA: Fußläufige Verbindungen
Im Flächenwidmungsplan sind "Wege besonderer Art" vorgesehen, die fußläufige Verbindungen in Wohngebieten und ins Grünland sichern sollen. Diese Wege verkümmern Großteils. Der Antrag fordert Schritte diese Wege (wieder) gangbar zu machen, damit ein Beitrag zu sanfter Mobilität geleistet werde. Auch diesem Antrag wurde seitens der üblichen Mehrheit die Dringlichkeit nicht zuerkannt, daher im GR nicht diskutiert.
  • Luftbild Klosterneuburg (R)
  • Erdkroete (R2)
  • Boote (R3)