13-DA: Machbarkeitsstudie Fernwärme
Dringlichkeitsantrag an den Gemeinderat
Zur Sitzung am 29. Juni 2007
Gegenstand: Machbarkeitsstudie Fernwärme
Hintergrund
1. Zur Gemeinderatssitzung vom 29.9.06 war von der PUK (unterstützt durch weitere Fraktionen) ein Minderheitsantrag „Grundsatzevaluierung Fernwärme in Klosterneuburg“ eingebracht und einstimmig beschlossen worden.
2. In der Folge wurde dieser Antrag 3 Ausschüssen zur Beratung vorgelegt und von diesen dem Klimabündnisarbeitskreis zur Erarbeitung der weiteren Vorgehensweise übergeben.
3. In seiner Sitzung vom 24. 05. 2007 hat der Klimabündnisarbeitskreis unter Teilnahme von Ing. Siegfried Melcher/Energie Consulting Baden, die Möglichkeiten evaluiert, insb. im Bereich des neu zu erschließenden Gewerbegebiets Klosterneuburger Schüttau und im Bereich des bereits neu geplanten Fernwärmewerkes auf dem Areal der ISTA, das auch Anrainern zur Verfügung stehen sollte, Fernwärme auf Basis erneuerbarer Energie einzurichten. Der Arbeitskreis ist einstimmig zum Schluss gekommen, dass eine Machbarkeitsstudie zum Thema „biogene Fernwärme“ in Klosterneuburg, zumindest in den 2 angesprochenen Bereichen der Stadt in Auftrag gegeben werden solle.
4. In seiner Sitzung vom 27.06. 2007 hat der Klimabündnisarbeitskreis den vorliegenden Antrag inhaltlich befürwortet, jedoch einstimmig die Ausdehnung des Untersuchungsbereiches auf einen Bereich in Kritzendorf befürwortet, eingegrenzt auf das Seniorenheim, Pfarrhof/Kirche, die 2 Schulen und angrenzende Wohngebiete. Lt. bei dieser Sitzung anwesenden Vertretern der NÖ Umweltberatung (Markus Gindl und Wolfgang Fiausch) bewegen sich inzwischen schon kleine Anlagen (z.B. 50 Wohnungen) bereits im Wirtschaftlichkeitsbereich.
5. Lt. Auskunft von Ing. Melcher ist für eine solche Machbarkeitsstudie je nach beauftragtem Umfang zwischen €8000,- bis €15000,- zu rechnen, wobei bereits die Studie gefördert wird.
Antrag
Der Gemeinderat möge beschließen:
Die Stadtgemeinde schreibt eine Machbarkeitsstudie zur Einführung von biogener Fernwärme in den o.a. Einzugsgebieten entsprechend der im Anhang beschriebenen Vorprojektierungsleistungen aus und beauftragt den Bestbieter.
Begründung der Dringlichkeit
Die Entwicklung des Gewerbegebietes Schüttau, sowie die Schaffung der Infrastruktur für die Ansiedlung der ISTA, sind in vollem Gang. Wenn schnell agiert wird, können Synergieeffekte und Kosteneinsparungen vor allem beim Leitungsbau lukriert werden.
Anhang
Im Zuge der Fernwärmestudie werden unter anderem die erforderlichen Erhebungen, Heizlastberechnungen, Leitungskonzeptionen, Anlagenkalkulationen und letztlich auch Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt.
Als Vorprojektierungsleistungen für eine mögliche Fernwärme sind vor allem folgende Themen relevant.
· Ermittlung des derzeit bzw. künftig abzudeckenden Wärmebedarfes im Einzugsgebiet
· Erhebung von Einspar– und Alternativpotentialen
· Bevölkerungs- bzw. Wirtschaftsentwicklung im Einzugsgebiet
· Dimensionierung der geplanten Anlage und des Leitungsnetzes
· Ermittlung des jährlichen Brennstoffbedarfes und seiner Anlieferungsmöglichkeiten
· Betriebswirtschaftliche Abschätzung der Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anlage inklusive einer dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung
· Gegenüberstellung des Projektes mit vergleichbaren bestehenden Anlagen
· Darstellung der direkten und indirekten Auswirkungen der Anlage auf die Gesamtwirtschaft in der Region und die Umweltsituation
· Vorbereitendes Projektcontracting (mögliche Finanzierungen, Subventionslandschaft und Partnerschaften)