Antonius und seine Freunde
Es trug sich vor vielen Jahren zu, dass Antonius – ein Dreikäsehoch, ein sechsjähriger aufgeweckter Junge, der gerne in die Schule ging, aber noch viel lieber mit seinen Freunden in der Kastanienallee spielte. . . .
An einem sonnigen Morgen im Herbst -- siehe beigelegtes Foto - --
Täglich ging Antonius von Weidling nach Kierling durch die Kastanienalle entlang dem Durchstich in Begleitung seiner Mutter zur Stiftschule, die im Schiefergarten liegt und über die Finsterstiege zu erreichen ist. Antonius begrüsst so wie jeden Tag in der Au, auch heute einen Freund nach dem anderen: Zuerst kam die Ente Gudrun, sie schnatterte ihren Gruß aus voller Kehle, Antonius winkte erfreut. Dann kam der Biber mit seinen Jungen vorsichtig die Böschung vom Durchstich zum Weg. Der Junge staunte, dass die Jungen schon so geschickt umhertollten. Die Amsel mit der Antonius schon lang befreundet war, flog auf seine Schulter und trillerte ihren Morgengruß, und nicht weit weg schwang sich das Eichkätzchen von einem Kastanienast zum nächsten, so lange bis sie ganz nahe vor den Füssen Antonius landete. Hey du! Schien es mit ihren ganzen Körper zu sagen.
Nun war es an der Zeit, dass der beste Freund von Antonius, sein brauner Teddybär aus der Schultasche sprang und sich aufmerksam zu der fröhlichen Landpartie rund um Antonius gesellte.
Der Tross bewegte sich fröhlich singend und wohlgemut entlang des schönen Weges. Die Sonne bewegte die Schatten hin und her, als ob sie mit den wiegenden Gräsern ebenfalls Begleitung spenden wollte. Es war eine reine Freude, so zur Schule zu gehen. Er liebte das Gehen auf dieser braunen Erde und viel zu schnell waren sie am Ende der Kastanienallee angelangt. Die Mutter drängte schon: “Antonius, es ist an der Zeit an die Schule zu denken, verabschiede dich von deinen Freunden, mein Liebling, du willst ja pünktlich dort sein“. Nicht ganz leicht fällt Antonius der Abschied, erst als er sagte: „Am Heimweg, nach dem Unterricht gehe ich wieder hier her und singe und spiele mit euch“. erst dann war ihm leichter ums Herz. Er drückte seinen Teddybär und herzte ihn. Der Teddy sprang wieder in die Schultasche. „Bis später! Bald bin ich wieder da!“
Was ist passiert, an diesem Tag als
Antonius diesmal auf dem Heimweg durch die Allee zwei Mädchen
mitnahm, weil er ihnen von dem schönen Weg erzählte?
Hatten die größeren Buben gelauscht? Hatten diese mit
ihrer Steinschleuder etwas vor? Warum tuschelten sie, als Antonius in
der Pause sich mit den 2 Mädels gut unterhielt?
In der nächsten
Geschichte, liebe Kinder werdet Ihr es möglicherweise von
Josephine Baumlieb erfahren. Bis bald.