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Betty, die Weihnachtskatze!

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Ein Märchen von Josephine Baumlieb über die Weihnachtskatze Betty

An einem 24. Dezember vor vielen Jahren läutete es an der Gartenglocke. Ich sah zum Fenster hinaus, aber es war niemand da.

Nur eine dreifärbige Glückskatze saß am Postkasten vor der Glocke. – Sie sprach zu mir: „Ich heiße Betty, bitte sage deiner Mutter, sie soll mit mir in die Kastanienallee kommen, dort habe ich für euch eine Weihnachtsüber- raschung!“ Ich sagte aufgeregt zu ihr: „Bitte warte, ich verständige meine Mutter.“ In windes eile lief ich zu meiner Mutter und erzählte ihr alles von Betty, der Weihnachtskatze. Die Mutter sprach: „Ja, meine kleine Magdalene, ich habe noch allerlei zu tun, es kommt doch heute das Christkind, es ist schon spät!“ „Bitte, bitte Mama, du musst mit Betty in die Kastanienallee gehen, Betty hat für uns ein Weihnachtsgeschenk, bitte, bitte, bitte gehe!“, - „Ja, ich gehe mit der Katze Betty, aber du musst mit versprechen, auf deine Brüder Augustus und Antonius acht zu geben, bis ich zurückkomme.“


Es schneite dicke, leichte Flocken auf die schon vorhandene Schneedecke, dennoch ging die Mutter mit Betty so rasch wie möglich in die Kastanienallee. Sie traute ihren Augen nicht: - obwohl der Himmel von dicken Schneewolken bedeckt war, gab es eine schmale Öffnung am Himmel, durch die der Vollmond genau auf einen Kastanienbaum strahlte! Der Schnee auf den Ästen und die Eiszapfen funkelten wie neue Diamanten. Am Fuße des Stammes, in einer Schneemulde war Gras und kleine Äste, wo aneinandergekuschelt kleine, neu geborene Kätzchen schliefen. Genau auf die jungen Kätzchen schien der Mond, jetzt fast noch kräftiger, damit man diese Jungen nicht übersehen konnte. Es war ein herrlicher Anblick, wie in einem schönen Traum! Der Schnee überall, - weich lag er auf den Weg, links und rechts auf den knorrigen Kastanienbäumen, so mancher Eiszapfen glitzerte wie ein Licht auf den Weihnachtsbaum. Ihr Blick wanderte von den Kätzchen auf die Bäume, weit hinein in die Kastanienalle - zauberhaft! Wie eine Allee aus Weihnachtsbäumen!

Die jungen Kätzchen im Schnee schliefen. Die Katze Betty sagte: „Ich weiß, dass sich deine Kinder so sehnlichst ein Kätzchen wünschten, - ich schenke sie dir für deine Kinder!“ Die Mutter war überglücklich, es stimmte. Sie konnte den Kindern keine Katze kaufen, weil der Vater keine Arbeit hatte, wusste aber von den Kinderwünschen, und nun konnte sie mit der Katze Betty diese erfüllen. Sie beugte sich vor, streichelte die Katze mit den Worten: „Du bist eine liebe Weihnachtskatze, Betty!“ Und es wurde das schönste Fest für die Kinder.

Immer wieder musste die Mutter genau erzählen, wie es zugegangen war, dieses „Geschenk“ der Katze Betty zu finden, bis sie ihren Kindern versprach, nächsten Tag einen Spaziergang zu dem schönen Fundort zu machen: der verschneite Weg durch die Kastanienallee von Weidling nach Kierling.


Und willst Du wissen was weiter passiert ist, als Mutter, die Kinder, die Katze Betty, die Katzenjungen am Christtag in die Kastanienallee gingen?


Frage die Autorin dieser Geschichte:


Josephine Baumlieb



Sie ist ein wunderbares weises Wesen. Vor allem weiß sie so viele Geschichten.

Geschichten von denen ich nur eine leise Ahnung habe. Sie zu hören, oder zu lesen würde nicht nur mir viel Freude machen.

Man braucht sie nur zu fragen, dann beginnt sie zu erzählen. Ihre Worte fangen an, sich wie ein leichter Wind durch die Baumkronen zu bewegen. Ihre Sätze kreisen oft wie Vögel auf der Suche nach dem besten Nestplatz. - - -

dann ist der Anfang der Geschichte schon wie ein Aufsitzen auf eine Schaukel - - - man stößt ab, nimmt Schwung, streckt die Füße aus - - - hoch fliegt man, und höher - - -

Gerne möchte ich Euch mehr davon berichten, noch fehlen mir die Fragen, die richtigen Formulierungen für die Bitten, um Josephine Geschichten, Märchen, wie Geheimnisse zu lüften.

Es liegt nämlich an den Fragen. Fragt man falsch, kommt kein Wort aus ihrem Mund. Fragt man richtig, aber mit Hintergedanken, spürt sie dieses sofort. Wo finden wir ein Kind, ein Mädchen oder einen Buben mit so reinem Herzen, das so fragen kann, dass Josephine wirklich wieder mit ihren Geschichten zu erzählen beginnt?

Für uns, das Volk, für die Bürger und Bürgerinnen von der Stadt Klosterneuburg Bitte helft mir, liebe große und kleine Kinder und Märchenfreunde und Märchenleserinnen, dass wir unsere Geschichten-Wünsche ausstreuen - - - in alle Richtungen, , es heißt doch: - - - wer sät, wird auch ernten - - - und es heißt auch in der Weihnachtszeit haben Wünsche eine besondere Kraft!

Also sendet Eure Ideen, Wünsche an Josephine Baumlieb

Last modified 2007-01-26 09:51 AM