Einige Eckdaten zum Verkehr in Klosterneuburg
Hauptproblem bzw. -Hauptsymptom: Auto - Pendlerverkehr nach Wien - eine tägliche Autospringflut in den Verkehrsspitzen über Stadtplatz, obere Stadt und untere Stadt.
75% des Autoverkehrs ist jedoch hausgemacht.1)
22 500 Klosterneuburger Autos, derzeit 7500 Autos aus dem Tullnerfeld, gemessen …an der Stadtgrenze Wien1): 30 000 Autos täglich
seit 10 Jahren etwa gleich = bedingt durch die Ausweitung der Kurzparkzonen in Wien. Zugenommen hat der innerstädtische Verkehr.22 - 23 000 Autos täglich am Stadtplatz1)
2008 nach Fertigstellung der Umfahrung trotzdem noch immer 17 000 Autos täglich!!!4% LKW - Verkehr1)
in sieben von zehn Autos sitzt nur der Fahrer - demnach werden täglich 100 000 ungenutzte PKW - Fahrplätze in Klosterneuburg leer herumgeführt.
keine Fahrzeitgewinne mehr möglich. Durch die Überlastung des Wiener Straßennetzes - Prognose: Stauzeiten werden sich in Wien verdoppeln - bringt die Umfahrung daher nichts, natürlich auch nicht die Fortsetzungsprojekte.
90 Busse und 53 Züge pro Richtung nach Wien!!!
Mit den Öffis fahren täglich 17 000 Personen2) - mit dem Bus 12 000, mit der Bahn 5000.
für Straßenbau und Erhaltung3) - werden von der Gemeinde € 4,5 Mio aufgewendet, für Öffis € 830 000.- - Verhältnis 5:1
Öffis für Pendler viel billiger2) - Jahresnetzkarte € 742.-, Auto bei 20 km Wegstrecke und 15 Cent fahrabhängige Kosten (Benzin und anteiliges Service und Material und Reifenverschleiß) bei 230 Arbeitstagen = € 1380.- , Ersparnis € 638.- (Anmerkung: 15 Cent pro Km stellen keine Vollkostenrechnung dar, das amtl. Km-Geld liegt derzeit bei 37,6 Cent).
Öffis sind in Spitzenzeiten schneller: Fahrzeit mit Öffis nach Wien - Mitte vom Bahnhof Kierling + 5 min Umsteigezeit 22-24 Minuten.
Zukünftige absehbare Entwicklungen:
Umfahrung, Tunnel, Brücke - verringern nicht den Autoverkehr - "Wer Straßen sät wird Verkehr ernten".
Entwicklung des Tullnerfeldes wird weiteren Verkehr generieren.
Kurzparkzonenausweitungen in Wien außerhalb des Gürtels (jetzt schon teilweise) verteuern und erschweren Wienfahrten mit dem Individualverkehrsmittel, vor allem für Pendler.
Stauzeiten im Wiener Straßennetz verdoppeln sich4) - sind heute täglich 279 km mehr als 2 Stunden zugestaut, werden es 2035 - 646 km sein, auf der SO - Tangente von zur Zeit 1 Stunde dann auf 5 Stunden!
Treibhausgase (CO2) und Feinstaubemission steigen enorm - Klimaerwärmung und Gesundheitsgefährdungen nehmen zu. Internationale Verträge zwingen zu restriktiven Maßnahmen.
Stadtmaut wie in London, Stockholm, Bologna, Mailand, wird auch für Wien kommen - Autopendeln wird sehr teuer.
Ausbau und Verbesserung der Alternativen wie Öffis und Fahrgemeinschaften
(z.B. www.compano.at = Carpooling Plattform des VOR sind für Pendler die leistbare Alternative).
Investitionen in weitere Straßenbauten werden daher das Mobilitätsproblem nicht nachhaltig (=zukunftsverträglich) lösen können.
1) Verkehrszählungen 2003 im Genehmigungsbescheid f. d. Umfahrung
2) VOR - Verkehrszählungen 2005
3) Gemeindebudget für 2007
4) Mobilitäts-Szenarien 2035 - Shell Studie 2004