Luft und Lärm
Die unsichtbaren Gefahren der Luft und der Streßfaktor Lärm sind untrennbar mit dem Verkehrsaufkommen gekoppelt. Mit dem Bau zusätzlicher Straßen, wie der "Umfahrung" ist eine massive Verschlechterung der Situation programmiert.
Luft
So traurig es klingt, das Kierlingtal und Gugging waren einst beliebte Luftkurorte. Jetzt ist es so, daß Klosterneuburg mit praktisch der gesamten Bezirkshauptmannschaft Wien Umgebung zum "Belasteten Gebiet Kategorie D - Luft" per Verordnung des Umweltministers deklariert wurde.
Feinstaub
Die Belastung von 50µg/m3 durfte bis 2004 35 mal überschritten werden, ab 2005 darf diese Überschreitung nur mehr 30 mal erfolgen. Tatsächlich sind 2002 61 Überschreitungen dieser Grenze gemessen worden.
Überwiegende Quelle des Feinstaubes ist der motorisierte Verkehr. Nicht nur die berüchtigten Dieselabgase, sondern auch Reifenabrieb, Straßenabrieb und die Aufwirbelung und immer wieder stattfindende feinere Zermahlung dieser Partikel führen zu dieser massiven Belastung. Diese Feinstaubwolken werden über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. Derzeit ist nur Laubwerk (Bäume) in der Lage, diese Feinstäube aus der Luft zu entfernen. Umso schlimmer, dass zunehmend Flächen durch diverse Bauvorhaben "versiegelt" werden, also biologisch inaktiv werden.
Die Gefährdung durch diesen Feinstaub besteht in seiner "Lungengängigkeit", d.h. die Schleimhäute der Nase und des Atemapparats sind nicht in der Lage, ihn aus der Luft herauszufiltern. Teilweise gehen diese Feinstäube ins Blut und lagern sich in bestimmten Teilen des Gehirns ab. Damit sind nicht nur Atemwegserkrankungen (Asthma, Reizhusten etc.), sondern auch Kreislauferkrankungen nachgewiesene Folgen einer feinstaubbelasteten Luft. Noch gefährlicher sind Feinstäube der Dimension 2,5µ (PM2.5), die in Klosterneuburg derzeit noch garnicht gemessen werden.
An den Folgen des Feinstaubes sterben statistisch gesehen in Klosterneuburg 20 Menschen pro Jahr.
Hier finden Sie einen interessanten Artikel über die WHO Risikoanalyse zu Feinstaub.
Gasförmige Schadstoffe
Zu diesen Schadstoffen gehören unter anderem Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und Ozon (O3). Besonders Stickoxide enstehen nicht sofort nach Ausscheidung durch die Abgasquellen, sondern erst aufgrund von zeitverzögerten chemischen Reaktionen (die durch Witterung, Temperatur und andere Faktoren beeinflußt werden) in einem räumlichen Abstand zur Quelle von bis zu mehreren 100 Metern.
Last modified
2004-12-26 01:37 PM