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Plattform Unser Klosterneuburg

PLATTFORM UNSER KLOSTERNEUBURG

Politisches Programm

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Im März 2010 wird es wieder Gemeinderatswahlen geben. Natürlich hat sich auch das PUK-Kernteam seit Januar 2009 intensiv damit beschäftigt und die Gelegenheit wahrgenommen, ihre Position als BürgerInnenliste noch klarer und unmissverständlicher zu definieren.

Wir wissen, dass wir ein Dorn im Fleisch der „alteingesessenen“ Parteien sind. Man versucht uns totzuschweigen, totzureden und Politik möglichst unbeeinflusst von wirklicher (= also wirksamer) BürgerInnenbeteiligung weiter zu betreiben.

Mehrfach ist es uns gelungen – teilweise durch Überzeugungsarbeit bei anderen Oppositionsparteien – unselige Vorhaben wie etwa die Privatisierung von Spital oder Gemeindeimmobilien zu verhindern. Um darüber hinaus unsere Gestaltungskraft zu erhöhen, brauchen wir Ihre Unterstützung!

Das sind unsere 5 thematischen Schwerpunkte, die wir ohne Parteikalkül und Opportunismus weiter betreiben wollen:

Verkehr/Mobilität

Hauptansprechpartner: Mag Werner Schmidt
schmidt.bw (at) tele2.at, Tel: 02243-21855

Ziel

  • Förderung einer gleichberechtigten Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsmittel

  • Mobilität nachhaltig und umweltverträglich gestalten

  • Eine Politik, die eine menschengerechte, nicht nur Auto-gerechte Stadt gestaltet.

Warum wichtig für Klosterneuburg...

  • Überhandnehmender motorisierter Individualverkehr beeinträchtigt Lebensqualität

  • Schadstoffe, Treibhausgase, Lärm belasten unsere Gesundheit und den Lebensraum

  • Umweltbewussten Menschen werden zu wenig Alternativen zum motorisierten Individualverkehr geboten, besonders in den Randgebieten.

Hier klicken für Einzelmaßnahmen zur Erreichung dieser Ziele...

  • Wir setzen uns für ein Gesamtverkehrskonzeptes ein, das Folgendes berücksichtigt:

    • Übergeordnete Raumordnungsziele, die sozial gerechte Lebensverhältnisse und kulturelle Entfaltung ermöglichen sowie die Sicherung oder Verbesserung einer Siedlungsstruktur, die mit der Bevölkerungsdichte eines Gebietes und seiner ökologischen und wirtschaftlichen Tragfähigkeit im Einklang steht und die die Erhaltung und Gestaltung des typischen Stadt-, Orts- und Landschaftsbildes gewährleistet.

    • Das vollständige Einzugsgebiet aller Verkehrserreger (Betriebe, Schulen, Verwaltungseinrichtungen, Wohnbereiche, Nahversorgung sowie das Umland)

    • Ermöglichung einer vielfältigen Mobilität (Multimodalität) durch funktionierende Schnittstellen der verschiedenen Verkehrsmittel, wie z. B. dem Individual-, Öffentlichen-, Rad- und Fußverkehr inklusive gesicherter Schulwege.

    • Für die Wohnbevölkerung sind überdies verkehrsberuhigte Zonen, ein Verkehrsleitsystem, Parkraumbewirtschaftung wesentliche Elemente von Lebensqualität.

  • Wir kämpfen gegen Maßnahmen, die den motorisierten Durchzugsverkehr durch das Gemeindegebiet verstärken oder Verkehr nur verlagern statt ihn zu verringern, wie z.B. der Bau eines Tunnels und/oder einer Donaubrücke

  • Wir wollen erreichen, dass Öffentliche Verkehrsmittel attraktiver werden

    • Attraktiveres Tarifsystem – Ausweitung der Kernzone des Verkehrsverbundes auf Klosterneuburg, Taxibonus für wirtschaftlich Schwache in den Randlagen

    • Konzept zur bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Optimierung (Frequenz, verbesserte Abstimmung zwischen Bahn, Bus, Stadtbus und Anrufsammeltaxi). Boni. Streckenabhängigen Fahrschein. Innerstädtische Netzkarte.

    • Verbesserung der Flächendeckung (maximal 300 Meter Gehdistanz zur nächsten Haltestelle, bedarfsgerechte Streckenführung)

    • Ausreichende Kapazitäten für Schulbusse und/oder Stosszeiten

    • Bevorrangung des Öffentlichen Verkehrs vor dem Individualverkehr durch Busspuren und Haltestellen ohne Busbuchten.

    • Verbesserung der Fahrgastinformationen: Infopoint Niedermarkt mit Anzeige der Abfahrtszeiten von Bahn, Bus, Stadtbus, AST. Wartezeit-Anzeigen.

  • Wir setzen uns für den vordringlichen Ausbau der innerstädtischen Rad- und Fußwege für den Alltagsbedarf ein. Dazu zählen vor allem direkte Fußwege zu Haltestellen und Erholungsgebieten sowie Fußwegbeschilderung mit Entfernungsangaben

  • Wir wollen Mitfahrsystemen für Tagespendler fördern, z.B. das VOR - System Compano

Energie

Hauptansprechpartner: DI Wilfried Baumann
wilfriedbaumann (at) gmx.at, Tel: 02243-25446, 0650 5000 499

Ziel

Ziel ist eine glaubwürdige Klimaschutzpolitik zu betreiben. Die Gemeinde sollte dabei selbst eine Vorbildrolle übernehmen. Effektive Maßnahmen zur Verminderung des Energieverbrauchs und der Schadstoffemissionen (CO2 Reduktion) in der Gemeinde (sowohl bei den Gemeindegebäuden als auch bei den privaten Haushalten) und Förderung der erneuerbaren Energien.

  • Energieautonomes Klosterneuburg – Verringerung von Importabhängigkeit

  • Reduktion des Gesamtenergiebedarfs und der fossilen Brennstoffe.

Warum wichtig für Klosterneuburg...

  • Mittel- und langfristig werden die Kosten fossiler Energieversorgung stark steigen und die Verfügbarkeit zurückgehen

  • Klimaschutz auf lokaler Ebene birgt enormes Einsparungspotenzial

  • Gesundheitsrisiken durch Schadstoffausstoß werden minimiert.

Hier klicken für Einzelmaßnahmen zur Erreichung dieser Ziele...

  • Programm zur thermischen Sanierung von Wohnhäusern mittels Förderungen und/oder Energiecontracting-Modellen (Sanierung wird durch einen Dritten vorfinanziert, die Rückzahlung erfolgt über die Energieeinsparung ohne Mehrkosten für den Endverbraucher).

  • Dasselbe gilt selbstverständlich auch für alle kommunalen Bauten. Die Erhöhung der Energieffizienz sollte hier vorrangig betrieben werden

  • Angestrebt wird das schrittweise Erreichen von Energieautarkie für Klosterneuburg: Konzepte zu lokaler Energieerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf biogener Basis. Einsatz von verschiedenen alternativen Energieformen (Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen, Biogasanlagen, Wärmerückgewinnung aus Abwasser). Verwerten der Erfahrungen aus dem „Modell Güssing" ohne blinde Nachahmung.

  • Projekte zur Evaluierung des Einsatzes von Fern- und Nahwärme in Teilen von Klosterneuburg, insb. den städtischen Entwicklungsgebieten.

  • Verstärkter Einsatz von energieffizienten Leuchtmitteln. Verstärktes Energiesparen durch neue Technik in der Straßenbeleuchtung (LED), vor allem im niederrangigen Straßennetz und in allen öffentlichen Gebäuden.

  • Besonderes Augenmerk auf einen umweltfreundlichen Gemeindefuhrpark: Umstellung auf Elektro- bzw. Gasfahrzeuge bei Neuanschaffung. Neue Ausschreibungsrichtlinien für Anbieter von Transportdienstleistungen des Öffentlichen Verkehrs: Bestehen auf Gasbetrieb oder anderen CO2-reduzierten Antriebssystemen.

  • Förderung der erneuerbaren Energien durch Umstieg auf Strom aus nicht fossilen und atomaren Quellen von alternativen Anbietern (z.B. Strompool „PUK-Energie“)

Stadtentwicklung und Raumplanung

Hauptansprechpartner:
Lisa Pröglhöf, o.l.proeglhoef (at) aon.at, Tel: 02243-32088 und
Dr. Bernd Schweeger, bernd.schweeger (at) wu-wien.ac.at, Tel: 02243-32356

Ziel

Unsere Einsatz-Schwerpunkte: Einbindung der Naherholungsgebiete, vernünftiges Nebeneinander von urbanen Zentren und „dörflichen“ Strukturen, lebendige und attraktive Ortszentren, fußläufige Nahversorgung.

  • Wohlfühlen in einer Stadt mit pulsierendem Leben und Naherholungsgebieten die tatsächlich nahe sind

  • Ermöglichen eines sinnvollen Nebeneinander von urbanen Zentren („Verdichtung mit Grüninseln“) und „dörflichen“ Strukturen

  • Lebendige und attraktive Ortszentren mit gestalteten öffentlichen Plätzen und Grünraum

  • Sicherung einer Nahversorgung, die auch ohne Auto möglich ist

  • Genehmigung von großvolumigen Wohnbauten nur im Einklang mit kommunalen Einrichtungen und Versorgungsinfrastruktur, den Zielen des örtlichen Entwicklungskonzepts und dem Ortsbild.

Warum wichtig für Klosterneuburg...

  • Stadt- und Ortsbild werden laufend beeinträchtigt

  • Ohne Maßnahmen droht Klosterneuburg „Vorstadt-Charakter“ (Suburbanisierung) des Großraums Wien

  • Bodenflächen sind nicht vermehrbar und sollten daher wohlüberlegt verwendet werden.

Hier klicken für Einzelmaßnahmen zur Erreichung dieser Ziele...

  • Durchführung eines Stadtmarketingprojektes, das Nahversorgung in Wohngebieten fördert und deren Erreichbarkeit sichert. Es darf hier nicht nur um die Interessen der Handels- und Gewerbebetriebe gehen, sondern vor allem um die Interessen der Wohnbevölkerung.

  • Einbeziehen und Beteiligen der Bevölkerung – besonders in Projekte, die zum Ziel haben, den öffentlichen Raum zu Stätten der sozialen Begegnung aufzuwerten, z.B. durch Schaffung oder Öffnung von Grünräumen und attraktiven Plätzen in für alle gut erreichbaren, verkehrsberuhigten Zonen.

  • Erstellen eines Landschafts- und Bevölkerungs-konformen Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes. Gemeinwohl hat vor Einzelinteressen Vorrang zu haben. Vergabe von Raumplanungs- und Stadtentwicklungsstudien an unabhängige Experten. Diskussion der Entwürfe auf breiter Basis mit der Bevölkerung vor Beschlussfassung. Schluss mit Gefälligkeitsumwidmungen.

  • Einrichtung einer Beratungsstelle für BauwerberInnen. Durch ein solches Service können Weichen zu einer ortverträglichen Bebauung sehr viel früher gestellt werden. Energischere Prüfung von Einreichunterlagen im Bauamt.

Naturraum und Naherholung

Hauptansprechpartnerin: Augustine Mühlehner
Aug.Muehlehner (at) gmx.at, Tel: 0664-8668990

Ziel

Wir wollen Naherholung und Naturschutz in Klosterneuburg-Stadt und den Katastralgemeinden verbessern.

  • Naturraum Klosterneuburg vor weiterer Beeinträchtigung bewahren

  • Zugänglichkeit des Naherholungsraumes verbessern.

Warum wichtig für Klosterneuburg...

  • Die Wohlfahrtswirkung des Naturraumes ist für Gesundheit und Lebensqualität entscheidend

  • Klosterneuburg liegt zwischen den Natura-2000 Gebieten der Au und des Wienerwaldes und ist größte Biosphärenparkgemeinde.

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  • Die Nutzung des Naturraums als Lebensraum zur Naherholung erleichtern: Barrierefreier Zugang zu Spazierwegen. Sichern der fußläufigen Anbindung der Erholungsgebiete an alle Wohngebiete.

  • Schutz der Lebensräume Donauauen und Wienerwald vor massiven Eingriffen wie etwa einer Brücke durch die Klosterneuburger Au; Bewahren des Feuchtwaldes; Einleiten eines Revitalisierungsprojektes zur besseren Versorgung mit Oberflächen- und Grundwasser (LIFE nature-Projekt); kompromisslose Einhaltung der Wienerwald Deklaration. Höhere Ökologie-Standards als bei Behördenverfahren üblich.

  • Maßnahmen ergreifen, um weitere Zersiedelung der Grünbereiche einzubremsen und die generelle Tendenz zur Versiegelung von Böden hintanzuhalten, bis hin zur Rückwidmung von Bauland in Grünland in sensiblen Bereichen; Erhaltung der Ausläufer des Wienerwaldes und Freihaltung der unverbauten Wiesen, bes. in Weidling, Kierling, Kritzendorf, Ma. Gugging. Besonders herausragende Wiesen unter Naturschutz stellen.

  • Ausbau sanften Tourismus: Wandertafeln beim Bahnhof, Bushaltestellen mit Karten und Gehzeiten

  • Ermöglichen einer Nahversorgung mit regionalen Produkten unter Minimierung von Transportwegen.

  • Kindern naturnahe Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Dazu ist vermehrte Information und Zusammenarbeit mit Schulen wichtig. Förderung von Schulinitiativen bei 10-14j; Führungen durch den Naherholungsraum. Über das Beobachten der Natur zur kreativen Gestaltung kommen.

  • Einbindung der Wohnbevölkerung in alle Naturraum-Entwicklungsprojekte.

Soziales

Hauptansprechpartnerin: Drin. Marion Breiter
m.breiter (at) univie.ac.at, Tel: 02243-24607

Ziel

Wir wollen ein sozialeres Klosterneuburg – die Bedürfnisse von Frauen, von Jugendlichen, von SeniorInnen und von einkommensschwachen Personen sollen stärker berücksichtigt werden!

  • Erweiterung von sinnstiftenden Angeboten für die Jugend

  • Erreichen von Geschlechtergerechtigkeit in den Lebensbereichen, in denen Frauen diskriminiert werden

  • Lebensqualität verbessern für SeniorInnen

  • Erstellung von Sozialkonzepten für wirtschaftlich gefährdete Menschen.

Warum wichtig für Klosterneuburg...

  • Erhaltung von sozialem Ausgleich und Frieden

  • „Abwanderung“ von Jugend wegen des Mangels an leistbaren Wohnungen

  • Armutsgefährdung durch Wirtschaftskrise trifft vor allem Frauen und AlleinerzieherInnen

  • Überalterung der Bevölkerung – Schwierigkeiten der Nahversorgung und Mobilität, vor allem in Randgebieten.

Hier klicken für Einzelmaßnahmen zur Erreichung dieser Ziele...

  • Gründung eines Frauenbeirates: dieser Beirat soll Gemeindevorhaben unter weiblichem Blickwinkel betrachten und entsprechende Empfehlungen aussprechen. Dadurch soll auch in Klosterneuburg Gender Budgeting umgesetzt werden – eine Strategie zur Berücksichtigung der Anliegen von Frauen und Männern bei der Budget-Erstellung.

  • Errichtung von Übergangswohnungen für Gewaltopfer und Frauen in Notsituationen und Ausbau der Beratungsstelle – denn das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen ist hoch - auch in Klosterneuburg!

  • Schaffung von Treffpunkten für Jugendliche ohne Konsumzwang und ohne Verpflichtung, einem Verein beizutreten.

  • Die Nahversorgung erhalten und verbessern – die wichtigsten Geschäfte sollen zu fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar sein. Ausarbeitung von Modellen der flächendeckenden Nahversorgung ev. auch durch mobile Nahversorger.

  • Einrichtung eines Sozialmarktes für einkommensschwache Personen

  • Barrierefreiheit soll als Grundprinzip bei allen Planungen berücksichtigt werden – bei Straßen und Fußwegen, öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln



Last modified 2009-12-21 02:31 PM